Wenig Alkohol gut fürs Herz

    17. Juni 2018, 12:00
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    Schwedische Forscher fanden in einer Metastudie heraus, dass leichter Alkoholkonsum positiv auf das Herzschwächerisiko wirkt

    Patienten mit der koronaren Herzkrankheit (KHK) haben ein erhöhtes Risiko, eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zu entwickeln. Neben der KHK gibt es noch weitere Risikofaktoren, die die Entwicklung einer Herzschwäche begünstigen. Welchen Einfluss Alkohol auf das Risiko für Herzschwäche hat, ist umstritten und wird derzeit stark diskutiert, da teils widersprüchliche Daten existieren.

    Ein Forscherteam aus Stockholm wollte Licht ins Dunkel bringen und eine Übersicht über die derzeitige Datenlage zu dieser Thematik erstellen. Hierfür suchten die Wissenschafter in einer internationalen Datenbank nach Studien, die sich mit dem Zusammenhang von Herzschwäche und dem Alkoholkonsum befasst haben und bis Jänner 2017 erschienen sind. Insgesamt 13 Studien erfüllten ihre Kriterien. Sie beinhalteten Daten von insgesamt 13.738 Patienten mit Herzschwäche und 355.804 Teilnehmern.

    Kein Freibrief

    Das Ergebnis der neuen Analyse zeigte, dass ein leichter Alkoholkonsum mit einem geringeren Risiko für Herzschwäche einherging. Als leichter Alkoholkonsum zählten 0,1 bis sieben alkoholische Getränke in der Woche. Ein stärkerer Alkoholkonsum schien hingegen keinen Einfluss auf das Risiko, an Herzschwäche zu erkranken, zu haben. Das galt sowohl für einen moderaten Alkoholkonsum (7,1 bis 14 alkoholische Getränke pro Woche) als auch für einen hohen Alkoholkonsum (14,1 bis 28 alkoholische Getränke pro Woche) als auch für einen schweren Alkoholkonsum (mehr als 28 alkoholische Getränke pro Woche).

    Allerdings schien sich auf lange Sicht ein hoher Alkoholkonsum negativ auf das Risiko für Herzschwäche auszuwirken. So hatten ehemalige Alkoholiker laut statistischen Analysen ein mehr als 20 Prozent höheres Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, als Personen, die nie oder nur gelegentlich Alkohol tranken. Ein leichter Alkoholkonsum von 0,1 bis sieben alkoholischen Getränke in der Woche schien somit einen schützenden Effekt zu haben, da dieser das Risiko für Herzschwäche reduzierte. Anders sah dies bei einer ehemaligen Alkoholabhängigkeit aus.

    Ehemalige Alkoholiker hatten nämlich ein höheres Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, als Personen, die nie oder nur gelegentlich tranken. Bei dem Einfluss von Alkohol auf das Risiko für Herzschwäche kam es somit, wie bei vielen anderen Faktoren auch, auf die Menge und die Dauer an. (red, 17.6.2018)

    • Schon Paracelsus wusste: Es ist eine Frage der Dosierung. Schwedische Wissenschafter haben den Einfluss von Alkohol auf Herzschwäche hinterfragt.
      foto: istockphoto

      Schon Paracelsus wusste: Es ist eine Frage der Dosierung. Schwedische Wissenschafter haben den Einfluss von Alkohol auf Herzschwäche hinterfragt.

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