Finanzvermögen der Österreicher auf 705 Milliarden Euro gestiegen

    15. Juni 2018, 05:55
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    Das konservatives Anlageverhalten im Niedrigzinsumfeld schmälert jedoch den Wertzuwachs

    Wien – Das Finanzvermögen der Österreicher ist 2017 um 4,4 Prozent auf 830 Milliarden Dollar (705 Milliarden Euro) gestiegen. Im weltweiten Vergleich liegt Österreich damit auf Rang 26 bei der Vermögensbildung, die weltweit erstmals knapp über 200 Billionen Dollar betrug, wie der Global Wealth Report der Beratungsfirma Boston Consulting Group (BCG) zeigt.

    Das weltweite Wachstum des Privatvermögens war mit 7,1 Prozent im Jahresabstand deutlich größer als in Österreich. Hätte man Währungsverschiebungen nicht berücksichtigt, dann hätte das Wachstum in Dollar sogar zwölf Prozent betragen. "Das Hoch an den Börsen und die Stärke vieler Währungen gegenüber dem Dollar haben dem weltweiten Vermögenswachstum einen enormen Schub gegeben", schreibt BCG-Partnerin Anna Zakrzewski, Autorin der Studie.

    Sparbuch ohne Zinsen

    Dass das Vermögen in Österreich relativ langsam wächst, hat auch mit dem konservativen Anlageverhalten der Österreicher zu tun. Sie halten 38 Prozent des Privatvermögens als Spareinlagen oder Bargeld und nur 29 Prozent in Aktien und Fonds. Die zinsen auf Spareinlagen sind seit Jahren auf dem Boden.

    Noch dazu ist die Hälfte der Firmen, deren Papiere die Österreicher gekauft haben, nicht börsennotiert, sodass die Österreicher auch vom Höhenflug der Börsen nicht profitieren konnten, schreibt Zakrzewski. Weltweit liegen nur 27 Prozent des Vermögens in Spareinlagen oder Bargeld, aber 35 Prozent in Aktien und Fonds.

    Die US-Bürger liegen mit einem Finanzvermögen von 80,5 Billionen Dollar mit großem Abstand an erster Stelle. Die Chinesen haben zwar Rang zwei erreicht, kommen aber nur auf ein Viertel des Vermögens (20,7 Billionen Dollar). Die BCG-Studie geht davon aus, dass China den Abstand zum dritten Japan in den nächsten Jahren noch vergrößern wird. In Nordamerika und Westeuropa gemeinsam werden zwei Drittel des weltweiten Privatvermögens gehalten. (APA, 15.6.2018)

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