Oberbank zieht sich wegen US-Sanktionen aus dem Iran zurück

13. Juni 2018, 16:03
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Im September unterzeichnete die Oberbank als erste europäischen Bank ein Rahmenkreditabkommen mit dem Iran

Linz/Teheran – Die Oberbank, die vergangenen September als erste europäische Bank ein Rahmenkreditabkommen mit dem Iran unterzeichnet hat, will sich nun aus dem Land zurückziehen. Als Grund werden die von den USA angedrohten Sanktionen genannt. Finanzierungen seien ohnehin noch keine vergeben worden, weil die rechtliche Lage so unsicher gewesen sei, hatte die Bank der APA im Mai bestätigt.

Da aus heutiger Sicht Zahlungen ab dem 4. November nicht mehr möglich sein würden, rät das Institut mit Sitz in Linz ihren Kunden, laufende Geschäfte bald abzuschließen. "Zahlungsverkehr und Akkreditivgeschäft mit Iran-Bezug werden ausschließlich Kunden für vor dem 8. Mai unterzeichnete und vor dem 4. November zu erfüllende Verträge bereitgestellt", erklärte die Bank.

Damals hieß es auch, man wolle die Lage nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen analysieren. Das ist nun offenbar geschehen; am Mittwoch war die Presseabteilung der Bank aber nicht erreichbar. (APA, 13.6.2018)

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    foto: heinz-peter bader
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