Über ein Drittel der Stromzähler im Burgenland bereits Smart Meter

13. Juni 2018, 14:28
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Mehr als 75.000 Zähler ausgewechselt – Ziel: 95 Prozent bis 2020

Im Burgenland schreitet der Ende 2015 gestartete Austausch der analogen Ferraris-Stromzähler gegen die digitalen Smart Meter voran. Mehr als ein Drittel der Zähler seien bereits getauscht worden, teilte Netz-Burgenland-Geschäftsführer Peter Sinowatz am Mittwoch mit. Die Umstellung verlaufe problemlos.

95 Prozent der Zähler bis 2022

Das Gesetz schreibe vor, dass 95 Prozent der Zähler bis 2022 ausgewechselt werden müssen. Das Burgenland werde diesen Prozentsatz bereits 2020 erreichen. Mehr als 75.000 von knapp 203.000 Zählern seien schon "smart". Der Rollout sei in den Bezirken Güssing und Jennersdorf ganz und im Bezirk Oberwart fast zur Gänze abgeschlossen. "Aktuell bauen wir circa 5.000 hochmoderne Stromzähler im Monat ein", meinte Netz-Burgenland Geschäftsführer Johann Wachtler.

Die Kosten wurden mit über 50 Mio. Euro beziffert. Für die Kunden sei der Einbau jedoch kostenlos. Der Großteil der Bevölkerung stehe der Umstellung laut Sinowatz positiv gegenüber. Nur 2,5 Prozent hätten bisher die sogenannte Opt-out-Regelung, bei der die smarten Funktionen des Gerätes deaktiviert würden und nur einmal im Jahr der Zählerstand übertragen werde, gewählt. Den Einbau eines Smart Meter gänzlich zu verweigern sei rechtlich nicht möglich.

Datenschutz beschäftigt

Vor allem Fragen des Datenschutzes würden die Kunden beschäftigen, berichtete Wachtler. Die Codierung der Geräte entspreche aber dem höchstmöglichen Sicherheitsstandard und sei mit Bank-Transaktionen vergleichbar. Auch gesundheitliche Bedenken seien unbegründet. Die Gemeinden wären in diesem Zusammenhang wichtige Ansprechpartner und Multiplikatoren, um die Bevölkerung über die Smart Meter zu informieren.

Die Digitalisierung dürfe auch im Stromnetz nicht halt machen, so Sinowatz. Der Geschäftsführer hob dabei die Vorteile der Smart Meter hervor, wie etwa die Fernablesung oder die Möglichkeit, die eigene Energieerzeugung – beispielsweise durch eine Photovoltaik-Anlage – zu überwachen. Die Daten des Zählers würden zudem eine bessere Übersicht über den Stromverbrauch bieten und könnten für Analysen oder Energieberatungen herangezogen werden. Damit gebe es bei der Stromrechnung am Jahresende auch keine Überraschungen mehr, so Sinwatz. (APA, 13.6. 2018)

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