Schlag gegen organisierten Menschenhandel in Niederösterreich

    13. Juni 2018, 11:45
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    Fünf Beschuldigte in Haft – 15 Opfer in Sicherheit gebracht, weitere nicht ausgeschlossen

    St. Pölten/Wien – Ein Schlag gegen den organisierten Menschenhandel hat in Niederösterreich seinen Ausgang genommen. Fünf Beschuldigte sind in Haft, berichtete Omar Haijawi-Pirchner, Leiter des Landeskriminalamtes, am Mittwoch. 13 Frauen aus Venezuela und Kolumbien, die zur Prostitution gezwungen worden waren, wurden aus der Gewalt der Tätergruppe befreit. Zwei weitere wurden quasi "abgefangen".

    Bei den Beschuldigten handelt es sich um zwei Frauen und drei Männer aus Venezuela. Vier von ihnen sind venezolanisch-spanische Doppelstaatsbürger. In die Ermittlungen gegen die Menschenhändler waren auch das Bundeskriminalamt und die spanische Policia Nacional eingebunden.

    Bezirk Mödling und Wien

    Die Festnahmen der Beschuldigten unter Beiziehung des Einsatzkommandos Cobra erfolgten am vergangenen Donnerstag im Bezirk Mödling. 13 Opfer im Alter von 19 bis 22 Jahren wurden aus Wohnungen ebenfalls im Bezirk Mödling und in Wien befreit. Zwei weitere wurden auf dem Flughafen Wien in Sicherheit gebracht, sagte Haijawi-Pirchner. Sie waren auf der Anreise gewesen.

    Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Es werde nicht ausgeschlossen, dass es weitere Opfer gibt, sagten die Ermittler in einer Pressekonferenz. (APA, 13.6.2018)

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