Razzien in acht deutschen Städten wegen Scheinehen

    13. Juni 2018, 11:38
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    Ermittler gingen in fünf deutschen Bundesländern gegen Schlepper vor

    Leipzig – Mit einem großen Aufgebot sind Ermittler in fünf deutschen Bundesländern gegen Schlepper vorgegangen. Hintergrund der Durchsuchungen am Mittwoch seien Ermittlungen zu bandenmäßig organisierten Scheinehen, sagte ein Sprecher der deutschen Polizei.

    Nach seinen Angaben wurden 27 Wohnungen und Geschäftsräume in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen durchsucht. Der Schwerpunkt des Einsatzes habe in Eilenburg (Sachsen) und in Hettstedt (Sachsen-Anhalt) gelegen. Nach Informationen des Mitteldeutschen Rundfunks wurden allein dort 15 Objekte durchsucht. Hunderte Beamte waren im Einsatz.

    Drei Hauptbeschuldigte

    In diesem Zusammenhang ermittle die Staatsanwaltschaft Leipzig bereits seit Frühjahr 2017, erklärte der Polizeisprecher. Den drei Hauptbeschuldigten wird demnach vorgeworfen, mit gefälschten Heiratsurkunden, die in Zypern ausgestellt sein sollen, die Eheschließung von indischen und pakistanischen Staatsangehörigen mit überwiegend osteuropäischen Frauen organisiert zu haben. Mit diesen Papieren sollte ein Aufenthalt in Deutschland ermöglicht werden. (APA, 13.6.2018)

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