Turm der früheren Wiener Telegrafenzentrale wird abgebrochen

    Ansichtssache13. Juni 2018, 07:16
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    Der Turm wurde in den 1960er-Jahren errichtet, nun wollen Immobilienentwickler den Ursprungszustand des Prunkbaus wiederherstellen. In der früheren Kommunikationszentrale entstehen derzeit Luxuswohnungen

    foto: apa/roland schlager

    Die ehemalige K. K. Telegrafen Centrale am Wiener Börseplatz im ersten Bezirk wird zum Luxuswohnhaus umgebaut. Am Dienstag startete ein besonders spektakulärer Teil des Umbaus, nämlich der Abbruch des weithin sichtbaren Funkturms auf dem Dach des Gebäudes.

    Dieser Funkturm wurde dem 1873 fertiggestellten Prunkbau, der bis 1996 von der Post genützt wurde, 1964 aufgesetzt. Nun soll das denkmalgeschützte Gebäude zumindest äußerlich in seinen Ursprungszustand zurückgeführt werden.

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    foto: philipp lipiarski

    Nach "langen Verhandlungen" sei es geglückt, die Interessen aller Parteien wie Stadt Wien und Bundesdenkmalamt unter einen Hut zu bringen, hieß es bei einem Pressetermin am Dienstag vonseiten der Entwicklergesellschaft, der Börseplatz 1 Gmbh & Co KG.

    Der Abbruch des Stahlbetonturms wird rund eine Woche dauern. Die Gebäudeteile werden Stück für Stück vom Kran abgetragen und im Innenhof zerkleinert.

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    foto: apa/roland schlager

    Wenn der Turm dann abgebrochen ist, soll die Fassade ergänzt und das Dachgeschoß ausgebaut werden. Im Innenhof des Gebäudes wird unterdessen bereits an der Tiefgarage gegraben.

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    foto: philipp lipiarski

    In der K. K. Telegrafen Centrale entstehen auf 7.800 Quadratmetern 39 Luxuswohnungen, im Hochparterre sind außerdem auf rund 1.000 Quadratmetern Büroflächen vorgesehen. Die Quadratmeterpreise für die Wohnungen liegen zwischen 12.400 und 21.500 Euro. Besonders exklusiv sind die "Imperial Lofts", die eine Raumhöhe von 7,5 Metern aufweisen und bis zu 500 Quadratmeter groß sein werden.

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    foto: apa/roland schlager

    Knapp 30 Prozent der Wohnungen seien bereits verkauft, berichtet Michael Albert, einer der Investoren. Gut die Hälfte davon an Österreicher. Die Fertigstellung des Projekts ist für Mitte 2019 geplant. (zof, 12.6.2018)

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