Stilkritik: Die Anzüge der WM-Fußballer

Ansichtssache13. Juni 2018, 15:03
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In den vergangenen Tagen sind die WM-Teilnehmer in Russland gelandet. Ein Stilcheck am Flughafen

foto: afp photo / juan barreto

Und jetzt alle Cheese! Panamas Spieler um José Calderón (der mit dem Handy) können nicht nur Selfies, sie haben sich für ihre erste WM-Teilnahme auch ordentlich aufgemascherlt. Auf Calderóns Instagram-Account gibt's noch mehr Futter.

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Hüte, Schlapfen à la Gucci, grün bedruckte Oberteile: Eines ist beim Auftritt des nigerianischen Fußballteams in jedem Fall erkennbar – in Sachen Exzentrik kann den Nigerianern kaum eine Mannschaft das Wasser reichen. Die Herren hätten genauso gut in Florenz fotografiert worden sein können. Dort findet gerade die Männermodemesse Pitti Uomo statt.

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Die Krawatte nimmt gekonnt das Rot-Weiß-Rot der peruanischen Flagge auf: Christian Ramos aus der peruanischen Mannschaft bei der Ankunft in Moskau.

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Privat mag Ahmed Fathi seine Vorliebe für weiße Hosen ausleben, beim Auftritt mit dem ägyptischen Nationalteam trägt er Sneakers zum Zweireiher. Und einen Rucksack obenauf – noch so ein Kandidat für die Pitti Uomo.

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Und hier kommt Australien: Dimitri Petratos (oben rechts) mit Jackson Irvine (Mitte, mit Man Bun) und Aziz Behich sind offensichtlich kurz vor der Landung noch schnell in ihre Anzüge geschlüpft. Die Hemden jedenfalls schauen aus wie frisch gebügelt.

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Vielleicht liegt's daran, dass die Anreise nicht allzu weit war: Die schwedische Mannschaft rund um Ola Toivonen (ganz vorne) sieht aus, als würde sie für eine Peek-&-Cloppenburg-Werbung aus dem Flieger steigen.

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Wenn die Mexikaner Trauer tragen: Rafael Marquez (Mitte, er wird seine fünfte Fußball-WM bestreiten) und Kollegen haben ihre schwarzen Anzüge und T-Shirts wohl die Laune verhagelt. Auf dem Platz sieht die Sache hoffentlich anders aus.

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Eben noch im Fotostudio des Ausstatters Boss, jetzt auf russischem Boden. Die Outfits von Boss lassen selbst die Deutschen stilsicher erscheinen: Mesut Özil und Sami Khedira gehen mit gutem Beispiel voran.

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Die Brasilianer Fagner Conserva Lemos, Neymar und Philippe Coutinho (v. li.) tragen Anzüge in schimmerndem Mitternachtsblau. Insbesondere von Neymar ist in den kommenden Wochen einiges zu erwarten: Der Mann mit dem unterhaltsamen Instagram-Account steht mit seinen blondierten Löckchen den Fußballgrößen der 1980er um nichts nach.

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Wüsste man nicht, dass dieses Foto am 9. Juni auf dem Flughafen von Gelendschik geschossen wurde, könnte man es den goldenen Fünfzigern zuordnen. Die Isländer vermitteln in ihren taubenblauen Sakkos: Wir haben im Rollkoffer einen Knigge!

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foto: reuters/juan carlos ulate

Nochmals blaue Anzüge, diese Träger aber haben es faustdick hinter den Ohren: Costa Rica lässt nichts anbrennen, da können die Herren ihr Grinsen noch so bemüht hinter den verspiegelten Sonnenbrillen verstecken.

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Saudi-Arabien um Coach Juan Antonio Pizzi (Zweiter v. li.) tanzt aus der Reihe. Kaum zu glauben, dass diese Herren demnächst auf dem Rasen verschwitzte Leiberln tragen werden.

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foto: ap photo

Von den Engländern war es fast nicht anders zu erwarten: Trainingsanzug an, rein in den Flieger, raus aus dem Flieger. Trainer Gareth Southgate geht mit gutem Beispiel voran.

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foto: reuters/tatyana makeyeva

Aber die Franzosen! Trainingsjacken, Trainingshosen und obenauf der stolze Gockel: Steve Mandanda, Adil Rami und Kollegen gehen die Sache so lässig wie die Briten an – ist doch nur eine ganz normale WM!

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foto: afp photo / martin bernetti

Durchschnittlicher Auftritt auch von Uruguay (vorne Luis Suárez): So laufen Trainingsanzüge auf, wenn möglichst viele Sponsoren möglichst gut erkennbar sein wollen.

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Auch Argentinien geht die Sache locker an: Logos, Trainingsjacken, fertig ist der Flughafenauftritt. Lionel Messi und Kollege Ángel Di María nach der Landung.

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foto: reuters/anton vaganov

Na gut, Südkorea hängt hier gerade in der Warteschleife. Da verzeiht man auch die Atemschutzmaske.

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foto: apa/afp/jonathan nackstrand

Sind's die Sonnenbrillen? Oder die dezent in Tarnfarbe aufgedruckten Hersteller und Sponsoren? Die Dänen stehen zwar auch nur in Trainingsanzügen herum, kommen dabei aber so rüber, als warteten sie auf ein anstehendes Fotoshooting (mit einem hippen dänischen Brillenlabel). (feld, 13.6.2018)

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