"We Happy Few" angespielt: Wenn "Bioshock" auf Monty Python trifft

    16. Juni 2018, 11:07
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    Survival-Hit erscheint nun endlich im August – großartige Inszenierung und eine Menge schwarzer Humor

    "We Happy Few" lässt bereits länger auf sich warten. Aller Anfang war eine Kickstarter-Kampagne im Jahr 2015. In weiterer Folge erschien das Game dann auf Steam und für die Xbox One als Early-Access-Game. Nun steht die offizielle Veröffentlichung im August bevor – kurz davor hat Microsoft die Übernahme von Entwicklerstudio Compulsion Games bestätigt. Im Rahmen der E3 konnte der STANDARD das dystopische Abenteuer im Großbritannien der 60er anspielen.

    Drogen für alle gegen Kriegsgräuel

    "We Happy Few" beschreibt eine alternative Geschichte, in der Nazi-Deutschland siegreich aus dem Zweiten Weltkrieg hervorging und Großbritannien besetzte. Um diese schreckliche Zeit zu überwinden, greifen die Menschen zu einer Droge namens "Joy", die dabei hilft, die Realität zu vergessen. Als Spieler versucht man nun aus diesem Drogen-Alptraum zu entkommen. Dabei bietet das Game des kanadischen Entwicklers eine bunte Mischung aus Rollenspiel, Survival und Roguelike, garniert mit einer ordentlichen Portion schwarzen Humor.

    Endlich wieder normal leben

    Bei der E3-Demo konnte einer der drei spielbaren Charaktere gespielt werden, konkret Arthur Hastings. Er war in Wellington Wells dafür zuständig, die Kriegs-Gräuel aus vergangenen Zeitungsausgaben verschwinden zu lassen. Als er bei seiner Arbeit schließlich auf einen Bericht zu ihm und seinen Bruder stößt, entscheidet er sich, aus seiner Drogen-Sucht herauszubrechen. So wacht er in einer Art Kellergewölbe auf und muss aus diesem auf geschickte Art und Weise entkommen.

    Schlafen, essen und trinken

    Der Gruft einmal entflohen, sieht man das Ausmaß der Zerstörung. Die britische Landschaft ist nicht mehr wiederzuerkennen. In weiterer Folge gilt es Aufgaben zu erledigen und dabei nicht auf die eigenen Bedürfnisse zu vergessen. Arthur braucht nämlich Schlaf und auch Essen – im Großbritannien nach der Apokalypse keine leichte Aufgabe. Auch Wunden müssen nach Kämpfen versorgt werden, immer wieder muss man sich Faustkämpfen stellen.

    Düsterer Humor zum schmunzeln

    Was "We Happy Few" aber so besonders macht, ist das Setting und der gebotene (schwarze) Humor. Die Spielwelt ist einzigartig gestaltet – das dystopische Setting in der gebotenen Comic-Grafik durchaus gelungen. Trotz der eigentlichen düsteren Szenerie sorgt das Game immer wieder für ein Schmunzeln. Beispielsweise findet man sich im Laufe der Story plötzlich in einem Todeskampf mit einem ehemaligen Arbeitskollegen wieder, der einen schon immer hasste. Eigentlich hat man gar keine Lust darauf, der Ex-Mitarbeiter will einen allerdings an den Kragen.

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    "We Happy Few" im Story-Trailer.

    Fazit

    Wenn "We Happy Few" im August 2018 endlich erscheint, sollten Rollenspiele-Fans auf jeden Fall einen Blick auf das Indie-Game werfen. In der kurzen Demo konnte das Spiel mit einzigartigem Setting und großartigen schwarzen Humor punkten, der sicherlich aber nicht für jedermann ist. Wenn denn nun auch die Story gelungen ist, könnte das Spiel ein Geheimtipp für 2018 werden. "We Happy Few" erscheint am 10. August für Xbox One, Playstation 4 und PC. (Daniel Koller aus Los Angeles, 16.06.2018)

    Hinweis im Sinne der redaktionellen Richtlinien: Die Reise zur E3 erfolgte auf Einladung des Österreichischen Verbands für Unterhaltungssoftware.

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