Aspern Sports Area bleibt vorerst ein Luftschloss

    12. Juni 2018, 12:03
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    Das Projekt wurde erstmals im Jahr 2014 präsentiert, seither wurde es ruhig. Die Flächen in der Seestadt bleiben aber reserviert

    Wien – Die privaten Pläne waren imposant und wurden erstmals im Sommer 2014 präsentiert: Auf einer Fläche von 160.000 Quadratmetern sollte auf einem Areal in der Seestadt Aspern in Wien ein Spitzensportzentrum samt zahlreicher Sportstätten für Fußball, Leichtathletik, Schwimmen und Turnen samt einer Multifunktionshalle entstehen. Auch sportmedizinische Einrichtungen und ein Forschungszentrum sollten im Kompetenzzentrum für Sport namens Aspern Sports Area (ASA) einen Platz finden. Kolportiert wurden Kosten in Höhe von rund 200 Millionen Euro. Ein PDF zeigt die 2014 vorgestellten Pläne.

    Knapp vier Jahre später ist von einer Aspern Sports Area weit und breit nichts zu sehen, auch wenn weiterhin eine Website existiert, auf der lediglich steht, dass hier "etwas Großes für den österreichischen Spitzensport" entsteht. Eine Sprecherin der Wien 3420 Aspern Development AG sagt, dass für die ASA weiterhin "eine Fläche von über 90.000 Quadratmetern" reserviert ist – und zwar bis zumindest Ende 2018. Es sei "nach wie vor ein sehr attraktives Projekt".

    Wie dieses aber jetzt nach einer deutlichen Redimensionierung der Pläne aussieht, lässt sich nicht in Erfahrung bringen. "Es kann noch nicht von Planungen im eigentlichen Sinn gesprochen werden", heißt es auf STANDARD-Anfrage von Projektentwickler Strauss & Partner Development, der mittlerweile neben dem Konzern Porr hinter dem Projekt steht. "Natürlich verändern sich die Ideen zu einem Projekt im Laufe der Zeit."

    Kleinfußballfelder auf Parkgaragen-Dach

    Ein anderes, wenngleich viel kleineres Sportprojekt in der Seestadt Aspern wurde am Montag präsentiert: Auf dem Dach des fünfstöckigen Parkhauses neben der U2-Station Seestadt werden bis zum Spätsommer 2019 fünf Kleinfußballfelder entstehen: Ein Feld in der Größe 20x15 Meter, vier Felder im Ausmaß von 30x15 Metern. (krud, 11.6.2018)

    • In der Seestadt Aspern wird fleißig gebaut. Auf die Aspern Sports Area trifft das nicht zu: Knapp vier Jahre nach der ersten Präsentation von Plänen lässt sich bei den Projektentwicklern nicht in Erfahrung bringen, was noch geplant ist.
      foto: martin putschögl

      In der Seestadt Aspern wird fleißig gebaut. Auf die Aspern Sports Area trifft das nicht zu: Knapp vier Jahre nach der ersten Präsentation von Plänen lässt sich bei den Projektentwicklern nicht in Erfahrung bringen, was noch geplant ist.

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