Meeresschildkröte starb in Thailand an Unmengen Plastikmüll im Magen

    11. Juni 2018, 11:45
    104 Postings

    Tier wurde geschwächt angeschwemmt, Rettungsversuche mit künstlicher Ernährung scheiterten

    Bangkok – Erneut ist in Thailand ein Meerestier an Unmengen Plastikmüll verendet. Eine Grüne Meeresschildkröte, die vergangene Woche entkräftet an einen Strand in der Ostprovinz Chanthaburi angeschwemmt wurde, ist zwei Tage später gestorben, teilten Tierschützer am Montag mit.

    foto: afp photo / marine and coastal resource development centre
    Plastik aus dem Magen der Schildkröte.

    "Plastikmüll ist die Haupttodesursache", sagte der Tierarzt Weerapong Laovechprasit vom Meeres- und Küstenforschungszentrum.

    Gummibänder und Ballonfetzen im Körper

    Die Veterinäre versuchten vergeblich, das Leben der unter Schutz stehenden Schildkröte durch künstliche Ernährung zu retten. Das Tier konnte angesichts von Plastik aller Art, darunter Gummibänder und Ballonfetzen, nicht mehr selbst Nahrung aufnehmen.

    foto: afp photo / marine and coastal resource development centre
    Helfer versuchten das Tier mit künstlicher Ernährung zu retten. Vergebens.

    Laut Weerapong haben rund zehn Prozent der strandenden Meeresschildkröten in der Region Plastik im Magen oder leiden an Infektionen, die sie sich durch den Müll im Meer zuziehen.

    Experten zufolge gehen vor Thailands Küste jährlich mindestens 300 Meerestiere, darunter Schildkröten, Wale und Delfine, an Plastik zugrunde, das sie fressen. Anfang Juni war bekannt geworden, dass ein Pilotwal in Thailand an mehr als 80 Plastiksackerln im Magen verendet war. (APA, 11.6.2018)

    • Der Kadaver der Schildkröte nach den gescheiterten Rettungsversuchen.
      foto: afp photo / marine and coastal resource development centre

      Der Kadaver der Schildkröte nach den gescheiterten Rettungsversuchen.

    Share if you care.