Wutanfall! Filmriss! Mord? "Marcella" am Abgrund – auf Netflix

11. Juni 2018, 08:00
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Reiß dich zusammen, Marcella, bleib cool! Verdammt noch mal! Deine Aufgabe ist es, Serienmörder zu schnappen – doch so, wie du dich aufführst, machst du dich selbst zur Verdächtigen

Verdammt! Was mache ich hier oben bloß? Wie bin ich hier raufgekommen auf dieses Hochhaus? Und wer ruft mich da beim Namen? "Marcella", höre ich ihn rufen, ganz ruhig. Wie wenn er mich vor einer Dummheit bewahren möchte. Aber ich will nicht hören.

Ich muss einen Filmriss gehabt haben. Nicht schon wieder, das gibt's ja nicht! Unvermittelt finde ich mich in einer Situation wieder, von der ich keine Ahnung habe, wie ich in sie hineingeraten bin.

tvtrailertown

Wie damals, als ich plötzlich in der Badewanne saß und versuchte, mir das Blut vom Körper zu schrubben und aus den Haaren zu spülen. So viel Blut. Wie war das dahingekommen? Was hatte ich getan?

Ich kann mich erinnern

Und jetzt schon wieder: Filmriss. Doch halt, da ist etwas: Ich kann mich erinnern. Bruchstückhaft. Ein paar Fetzen. Oh ja. Diese Panik, diese Wut, dieses Verlangen, alles kurz und klein zu schlagen.

Nicht gut, gar nicht gut. Vor allem dann nicht, wenn du die beste Mordermittlerin im Großraum London bist. Reiß' dich zusammen, Marcella, bleib cool! Verdammt nochmal! Deine Aufgabe ist es, Serienmörder zu schnappen – doch so wie du dich aufführst, machst du dich selbst zur Verdächtigen ...

screenshot netflix

Was ist bloß los mit mir? Es war doch alles gut, als die Kinder kamen und ich mich für eine Weile aus dem Polizeidienst zurückzog. Und jetzt? Seit Jahren Chaos, die Ehe kaputt – dabei liebe ich ihn doch. Glaube ich. Aber seine Neue würde ich am liebsten erwürgen! Ich liebe auch meine Kinder – und meinen Job, aber verdammt, er macht mich so fertig.

Und jetzt stehe ich da, nur einen kleinen, nur einen halben Schritt vom Abgrund entfernt. Er ist so schwarz. Und so tief. Und so verlockend ... (Gianluca Wallisch, 12.6.2018)

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