Sonja Gangl erhält Würdigungspreis des Landes Steiermark

    8. Juni 2018, 15:32
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    Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert

    Graz/Wien – Die in Graz geborene Künstlerin Sonja Gangl erhält den Würdigungspreis für Bildende Kunst des Landes Steiermark 2018. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung geht laut Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP) an eine Frau, die mit "ihren bemerkenswerten und außergewöhnlichen künstlerischen Arbeiten regional, national und international bekannt" geworden sei, hieß es am Freitag.

    Jury-Mitglied Richard Kriesche begründete die Entscheidung: "Den Kriterien des Würdigungspreises entsprechend zeichnet sich das Gesamtwerk durch Kompromisslosigkeit, klare Strukturierung ihrer Arbeiten, die konsistente Verfolgung ihrer künstlerischen Ziele und ein Höchstmaß an inhaltlicher Flexibilität in der Themensetzung und streng formale Formensprache aus." Gangl sei eine brillante Zeichnerin, die sich den Luxus leiste, dort zu zeichnen, wo anderen das fotografische Abbild genügt. Sie unterlaufe damit unsere Wahrnehmung und verrätsle das von uns für wirklich Gehaltene.

    Gangl lasse sich laut der Jury nicht auf eine brillante Zeichnerin reduzieren, zeichnen sei bei ihr nicht Selbstzweck, sondern ein "Medium zur Interaktion mit unserer hochaktuellen, mediatisierten, politisierten Lebenswirklichkeit". Sie sei eine Künstlerin der Gegenwärtigkeit. Ihre Arbeiten seien extrem präzise durchdekliniert, wie sich dies auch in ihren Eigenpublikationen und insbesondere in den Publikationen für die Albertina Wien und das Museum Moderner Kunst Klagenfurt exemplarisch nachvollziehen lasse.

    Gangl wurde 1965 in Graz geboren und besuchte die Kunstschule am Ortweinplatz in Graz. Sie studierte von 1984 bis 1989 an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse von Markus Prachensky und von 1989 bis 1992 an der Universität für angewandte Kunst Wien in der Meisterklasse von Ernst Caramelle. Sie ist seit 2003 Mitglied der Wiener Secession. Bisher erhielten den Würdigungspreis Hartmut Skerbisch (2009), Peter Gerwin Hoffmann (2012) und Erwin Wurm (2015). (APA, 8.6.2018)

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