Starkoch Anthony Bourdain 61-jährig gestorben

8. Juni 2018, 14:41
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Der Koch und TV-Star wurde in einem französischen Hotel tot aufgefunden

Der US-Starkoch Anthony Bourdain ist am Freitag in Straßburg tot aufgefunden worden. Der 61-Jährige war in Frankreich auf Tour, um Folgen für seine CNN-Serie "Parts Unknown" zu drehen. Laut CNN soll es sich um einen Suizid handeln, es gebe bisher keine Hinweise auf ein Eingreifen Dritter.

"Seine Liebe zu großen Abenteuern, neuen Freunden, gutem Essen und Trinken und den bemerkenswerten Geschichten der Welt machten ihn zu einem einzigartigen Geschichtenerzähler", erklärte der Sender. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei seiner Tochter und seiner Familie in dieser unglaublich schwierigen Zeit." Bourdain hatte offen darüber gesprochen, in den 80er-Jahren von Kokain abhängig gewesen zu sein und eine Neigung zum Alkohol zu haben.

Der aus New York stammende Bourdain wuchs im benachbarten New Jersey auf und absolvierte seine Kochausbildung am renommierten Culinary Institute of America. Er arbeitete als Koch in New Yorker Restaurants und wurde Chefkoch in der inzwischen geschlossenen Brasserie Les Halles.

Bekannt wurde Bourdain zunächst durch seinen Artikel "Don't Eat Before Reading This" in der "New York Times" im Jahr 1999 bekannt. Ein Jahr später folgte sein erstes Buch "Kitchen Confidential: Adventures in the Culinary Underbelly" (deutscher Titel: "Geständnisse eines Küchenchefs"), in dem er über die unschönen Seiten des Leben eines Kochs beziehungsweise Tätigkeiten in der Gastronomie berichtete.

foto: reuters/moloshok
Anthony Bourdain gewann 2015 mit seiner TV-Serie "Parts Unknown" einen Emmy-Award.

Es folgten weitere Sachbücher aber auch Kriminalromane sowie Fernsehdokus, etwa "A Cook's Tour" und "Eine Frage des Geschmacks". Seit 2013 moderierte er für CNN die Sendung "Parts Unknown".

Im Jahr 2016 gingen Bilder um die Welt, die ihn mit Barack Obama beim Nudelessen in einem Streetfoodlokal in Hanoi zeigten. (Reuters, red, 8.6.2018)

foto: reuters/barria
Anthony Bourdain mit Barack Obama in Hanoi.

Hilfe in Krisen

Für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige gibt es eine Reihe von Anlaufstellen. Unter www.suizid-praevention.gv.at findet man Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken.

Telefonische Hilfe im Krisenfall gibt es auch bei:

● Telefonseelsorge 142, täglich, von 0 bis 24 Uhr.

● Kriseninterventionszentrum 01/406 95 95 (Montag bis Freitag, 10–17 Uhr); auch persönliche und E-Mail-Beratung: www.kriseninterventionszentrum.at.

● Sozialpsychiatrischer Notdienst / PSD Täglich, 0 bis 24 Uhr, Tel.: 01/31330

Angehörige finden Informationen und Materialien unter www.suizidpraevention.at und www.agus-selbsthilfe.de.

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