Lightform: Microsofts stellt Kamera vor, die Räume in Kunstwerke verwandelt

    23. Juni 2018, 15:30
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    Unterstützt gängige Projektoren und soll einfaches Lightmapping erlauben, um Oberflächen künstlerisch zu nutzen

    Es ist fünf Jahre her, da experimentierte man bei Microsoft mit einer Technologie namens "Illumiroom". Mit einer Kinect-Kamera und einem Projektor, so die Idee, sollte sich ein kompletter Raum zur Anzeige in Spielen verwenden lassen. Ein Erlebnis mit enormer Immersion wurde in Aussicht gestellt.

    microsoft research
    Microsofts Illumiroom versprach immersives Gaming, wurde aber nie umgesetzt.

    Doch die ein halbes Jahr später vorgestellte Xbox One unterstützte trotz mitgeliefertem Kinect keine derartigen Funktionen. Auch ein späteres Upgrade oder Zusatzgerät gab es nicht. Intern hat man an der Technologie aber offenbar weitergebastelt. Aus ihr ist nun ein Projektor-Aufsatz namens "Lightform" geworden, der spektakuläre Kunstwerke erlauben soll.

    In der Vergangenheit haben immer wieder "Lightmapping"-Kunstwerke für Begeisterung gesorgt, in denen ganze Hauswände zu einem animierten Kunstwerk wurden. Mit gezielter Projektion auf Gesichter wurden ebenfalls schon beeindruckende Werke erzeugt.

    Projektor-Aufsatz und Lightmapping-Software

    Das soll Lightform jetzt für interessierte Künstler einfach und vergleichsweise günstig ermöglichen. Es handelt sich um ein Zusatzgerät für Projektoren, das mit vielen handelsüblichen Modellen kompatibel sein soll. Es wird auf den Projektor gestellt und scannt mit einer 3D-Kamera die Umgebung.

    lightform

    Die 3D-Daten werden drahtlos an den Computer des Nutzers übertragen und in einem eigenen Programm namens Lightform Creator mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz interpretiert und dargestellt. Diese läuft unter Windows, als auch auf macOS.

    Über das Tool soll man schließlich auch einfach Lichtshows erstellen können, in welchen die Oberflächen der Umgebung gezielt genutzt werden. Somit lassen sich etwas ganze Räume, aber auch einfach bestimmte Objekte praktisch zum Leben erwecken. Basierend auf den 3D-Daten soll die Software auch selbständig Vorschläge unterbreiten können.

    Wenngleich der Fokus auf Kunst gerichtet ist, hat man das ursprüngliche Ziel nicht ganz aus den Augen gelassen. In Zukunft soll es auch Unterstützung für Videospiele geben, schreibt MSPoweruser.

    Erscheint im November

    Vorerst bietet Microsoft nur eine Vorbestellung des Gerätes an. Erhältlich ist es als Stand-alone um 699 Dollar oder als komplettes Kit mit Stativ und Full-HD-Projektor (Epson 1060) um 1.499 Dollar. Das Einzelgerät wird auch in mehreren europäischen Ländern – inklusive Deutschland, jedoch nicht in Österreich – verkauft. Das Bundle ist nur in den USA erhältlich. Ausgeliefert werden sollen die Bestellungen im kommenden November. (gpi, 06.06.2018)

    • Lightform kostet 699 Dollar und soll im November ausgeliefert werden.
      foto: microsoft

      Lightform kostet 699 Dollar und soll im November ausgeliefert werden.

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