Die sieben größten Milliarden-Übernahmen von Microsoft

    9. Juni 2018, 09:24
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    Github ist "nur" die drittgrößte Übernahme – LinkedIn wurde um 26,2 Milliarden US-Dollar erworben

    Am Montag hat Microsoft verkündet, Github für 7,5 Milliarden US-Dollar übernommen zu haben. Dabei handelt es sich um den drittgrößten Kauf in der Geschichte des IT-Giganten. Der größte war der Megadeal um Linkedin, der das Unternehmen 28,1 Milliarden kostete. An zweiter Stelle findet sich Skype um 8,5 Milliarden US-Dollar.

    Zahlen in Milliarden US-Dollar

    Microsofts teuerste Übernahme gilt bisher als relativ erfolgreich. Linkedin hatte bei dem Kauf ungefähr 400 Millionen Nutzer, heute zählt das soziale Netzwerk für Business-User mehr als 530 Millionen Mitglieder. Skype ersetzt Microsofts veraltete Dienste Windows Live Messenger und Lync und richtet sich primär an Business-Kunden.

    Milliardenverlust Nokia

    Ein besonderes Augenmerk und wohl ein Grund für die Skepsis, die der Kauf bei vielen Github-Entwicklern ausgelöst hat, gilt für den Kauf von Nokias Handysparte 2013 um geschätzt 7,4 Milliarden US-Dollar. Damals erhoffte man sich, einen Platz am Smartphonemarkt zu erhaschen und gegen die Konkurrenten iOS und Android antreten zu können. Dem war allerdings nicht so – 2016 gab Microsoft den Verkauf seines Telefongeschäfts an das finnische Start-Up HMD Global bekannt. Beispielhaft für den Milliardenverlust ist der Kaufpreis – der belief sich auf 350 Millionen US-Dollar. Nokia gilt als einer der größten Fehlentscheidungen des damaligen CEOs Steve Ballmer.

    Desasterkauf Aquantive

    Auch der Kauf der Werbefirma Aquantive gilt als finanzielles Desaster für Microsoft. Damit wollte das Unternehmen eigentlich gegen den Konkurrenten Google ankämpfen, versagte aber. Google hatte einen Monat zuvor den Online-Werbevermarkter Doubleclick gekauft – damals um 3,1 Milliarden Dollar. Doubleclick zählte auch als Wunschkauf von Microsoft und entwickelte sich zu einem Glücksfall für Google und seinem Werbedienst AdSense.

    Microsoft kaufte den Konkurrenten Aquantive einen Monat später um gewaltige 6,3 Milliarden US-Dollar – musste sie aber 2012 wieder abschreiben. Aquantive war, was wohl nicht bedacht wurde, nicht auf dieselben Angebote wie Doubleclick spezialisiert und wurde von dem Unternehmen nicht ausreichend weiterentwickelt.

    Minecraft, das Spiel, hinter dem der Spieleentwickler Mojang steckt, welches Microsoft 2014 kaufte, ist ist heute noch ein extrem beliebtes Spiel. Mit über 144 Millionen Verkäufen (Stand: 2018) ist es das meistverkaufte Game weltweit. (muz, 9.6.2018)

    • Microsofts aktueller CEO, Satya Nadella, setzt auf Open Source.
      foto: reuters/platiau

      Microsofts aktueller CEO, Satya Nadella, setzt auf Open Source.

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