Denise Minas "Blut Salz Wasser": Schottische Dramen

    5. Juni 2018, 10:42
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    Private und politische Turbulenzen verbinden sich in dem Thriller zu einem überzeugenden Ganzen

    Ein Kind meldet seine Mutter als abgängig. Das löst bei der Police Scotland Alarm aus. Denn diese Person wurde wegen des Verdachtes auf Wirtschaftskriminalität überwacht. Eine Tote im Loch Lomond scheint die Befürchtungen von Detective Alex Morrow zu bestätigen, doch es handelt sich nicht um die Geldwäscherin.

    Was ungelegen kommt, denn die beträchtliche Summe, die man der Kriminellen abzunehmen gedenkt, könnte dem Etat der Glasgower Polizei zugutekommen. Auch die Londoner Met weiß das und ist ebenso an der Aufstockung ihres Budgets interessiert.

    Das spielt sich im Hintergrund ab; am Beginn von Denise Minas Krimi steht ein Mord. Iain Fraser, gerade aus dem Gefängnis entlassen, wird gezwungen, bei der Tötung einer Frau mitzumachen. Er ist kein kalter Killer, die grausamen Details verfolgen ihn.

    Ihre Figuren hat Mina sorgfältig ausgearbeitet. Private und politische Turbulenzen verbinden sich zu einem überzeugenden Ganzen. Nebenbei ätzt Mina über Moden wie den Biofetischismus. Man darf auch herzlich lachen. (Ingeborg Sperl, 5.6.2018)

    Denise Mina, "Blut Salz Wasser". Deutsch: Zoe Beck. € 19,60 / 363 Seiten. Ariadne, Hamburg 2018

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