US-Ärzte: Darmkrebsvorsorge bereits ab 45 statt 50 Jahren

    1. Juni 2018, 08:58
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    Um das Jahr 1990 geborene Erwachsene haben ein doppelt so hohes Darmkrebsrisiko wie solche, die um 1950 geboren wurden.

    Weil Darmkrebs immer häufiger junge Menschen trifft, sollte die entsprechende Vorsorgeuntersuchung in den USA künftig bereits ab 45 statt wie bisher ab 50 Jahren erfolgen. Wie die Amerikanische Krebsgesellschaft kürzlich mitteilte, entschloss sie sich zu den neuen Richtlinien aufgrund von Forschungserkenntnissen, wonach Darmkrebs bei Menschen unter 50 seit 1994 um 51 Prozent zugenommen hat.

    Entsprechend waren auch mehr Todesfälle zu verzeichnen. Als Vorbeugemaßnahme empfiehlt die Krebsgesellschaft traditionelle Darmspiegelung alle zehn Jahre sowie hochempfindliche Stuhlanalyse jedes Jahr oder alle drei Jahre.

    Vielfältige Ursachen

    Warum die Fälle von Darmkrebs bei jungen Menschen zunehmen, ist unklar. Einige Forscher führen sie auf den Anstieg von Fettleibigkeit, übermäßigem Alkoholkonsum und chronisch-entzündlichen Erkrankungen zurück.

    Forschungen zufolge haben um das Jahr 1990 geborene Erwachsene ein doppelt so hohes Darmkrebsrisiko wie solche, die um 1950 geboren wurden. Zugleich gehen die Fälle von Darmkrebs bei Menschen, die älter sind als 55, zurück. Grund dafür sind zu einem großen Teil die gestiegene Verbreitung von Vorsorgeuntersuchungen und die Entfernung von Polypen im Krebsvorstadium. (APA, 1.6.2018)

    • Durch regelmäßige Darmspiegelungen kann Krebs verhindert werden.
      foto: istock

      Durch regelmäßige Darmspiegelungen kann Krebs verhindert werden.

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