Dänemark verbietet Burka und Nikab in der Öffentlichkeit

    31. Mai 2018, 13:44
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    Auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte sind betroffen

    Kopenhagen – In Dänemark darf man sein Gesicht von August an in der Öffentlichkeit nicht mehr verhüllen. Das am Donnerstag vom Parlament beschlossene Verbot soll vor allem gegen Gesichtsschleier wie Burka und Nikab wirken, bezieht aber auch Hüte, Mützen, Schals, Masken, Helme und künstliche Bärte ein, die das Gesicht stark verdecken.

    Weiter erlaubt ist es allerdings, sich an kalten Tagen den Schal weit ins Gesicht zu ziehen oder im Karneval Masken zu tragen.

    135 Euro Strafe

    Beim ersten Verstoß gegen das Verhüllungsverbot droht eine Strafe von umgerechnet 135 Euro. Wird man zum vierten Mal erwischt, kostet es rund 1.350 Euro. Niemand werde gezwungen, die Burka auf der Straße abzunehmen, sondern lediglich nach Zahlung der Strafe aufgefordert, nach Hause zu gehen, hatte Justizminister Søren Pape Poulsen zuvor erklärt.

    Dänemark ist nicht das einzige europäische Land mit einem Verhüllungsverbot. Als erstes führte 2011 Frankreich eine entsprechende Regelung ein. Auch in Österreich darf das Gesicht seit dem vergangenen Herbst nicht mehr verhüllt werden. (APA, 31.5.2018)

    • Ab August ist es in Dänemark verboten, sein Gesicht in der Öffentlichkeit zu verhüllen.
      foto: apa/dpa/boris roessler

      Ab August ist es in Dänemark verboten, sein Gesicht in der Öffentlichkeit zu verhüllen.

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