Große Aufregung um Spiel, bei dem man als Amokläufer Schüler erschießt

    29. Mai 2018, 12:27
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    Verbannung von "Active Shooter" von Steam gefordert – Entwickler reagiert spöttisch

    "Active Shooter" ist noch nicht verfügbar und trotzdem gibt es bereits jetzt eine riesige Aufregung rund um das Spiel von Entwickler Revived Games. In dem Shooter kann man nämlich in die Rolle eines Amokläufers schlüpfen, der ein Massaker in einer Hochschule anrichtet.

    Täter oder Polizei spielbar

    "Wähle deine Rolle und Waffe aus, kämpfe oder vernichte. Sei der Gute oder der Böse – es ist deine Entscheidung!" steht etwa in der Beschreibung zu dem Game auf Steam, das am 6. Juni erscheint. Bei dem Shooter ist es nämlich nicht nur möglich die Rolle des Amokläufers einzunehmen, sondern auch als SWAT-Einsatzkraft zu spielen. In dieser Rolle muss wiederum der Täter gestoppt werden.

    Auf fliehende Schülerinnen schießen

    In den Trailern zu dem Spiel sind Szenen zu sehen, in dem die Spielfigur mit einem Sturmgewehr auf fliehende Schülerinnen schießt. In einem weiteren Ausschnitt prügelt man mit der Waffe auf ein Mädchen ein. Valve, das Unternehmen hinter Steam, wird nun von vielen dazu aufgefordert, das Spiel nicht zuzulassen. Die britische Wohltätigkeitsorganisation Infer Trust will das Game mitsamt Trailer entfernt sehen.

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    Die Trailer zu "Active Shooter"

    Organisation will Spiel entfernt sehen

    "Es ist geschmackslos. Seit Anfang 2018 fanden in US-Schulen 22 Amokläufe statt. Wie kommt jemand darauf, dass es eine gute Idee ist, etwas derart gewalttätiges zu vermarkten und kein Gefühl ob des Todes so vieler Kinder zu zeigen. Wir sind angewidert, dass dieses Spiel vermarktet wird", sagt die Organisation der BBC.

    "Macht eine Therapie oder geht zur Polizei"

    Revived Games selbst schreibt, dass man das Spiel nicht ernst nehmen sollte. Es soll lediglich eine Simulation sein und all jene, die ihren Umfeld Schaden zufügen wollen, sollen entweder Therapie aufsuchen oder die Polizei rufen.

    Eigentlich als SWAT-Simulator gedacht

    In einer weiteren Stellungnahme schreibt der Entwickler, dass man niemand zu einem Amoklauf ermutigen wolle und es eigentlich gar nicht geplant war, dass man als Schütze spielen kann. Das Game war eigentlich als SWAT-Simulator gedacht, man habe die andere Sicht und einen Zombie-Modus dann aber trotzdem entwickelt.

    Entwickler mit Valve in Kontakt

    Der Entwickler steht nun im Kontakt mit Valve angesichts einer weiteren Vorgangsweise. Möglicherweise wird also der Modus gestrichen, bei dem man als Amokläufer spielt. Das Steam-Unternehmen hat sich bisher nicht zu der Causa zu Wort gemeldet. (red, 29.05.2018)

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