#MeToo: Freeman möchte nicht mit Weinstein gleichgesetzt werden

    28. Mai 2018, 10:03
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    Oscar-Preisträger nahm zu Vorwürfen sexueller Belästigung Stellung.

    Los Angeles – Nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung hat sich Oscar-Preisträger Morgan Freeman (80) dagegen gewehrt, mit anderen Beschuldigten gleichgesetzt zu werden, etwa dem am Freitag wegen Vergewaltigung angeklagten Produzenten Harvey Weinstein. "Ich gebe zu, dass ich jemand bin, der das Bedürfnis spürt, Frauen und Männer um sich herum wertgeschätzt und entspannt fühlen zu lassen", sagte Freeman.

    "Offensichtlich kam das nicht immer so herüber, wie ich es gedacht hatte", räumte der Schauspieler in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) ein. Er wolle aber etwas klarstellen: "Ich habe nie eine unsichere Arbeitsumgebung erzeugt. Ich habe keine Frauen angegriffen. Ich habe nie einen Job oder eine Karriere im Gegenzug für Sex angeboten. Jede Aussage, dass ich das gemacht habe, ist komplett falsch."

    Grapschen und anzügliche Kommentare

    Der TV-Sender CNN hatte am Donnerstag gemeldet, dass acht Frauen über angebliche Belästigungen am Filmset und im Umfeld des Hollywoodstars, etwa in seiner Produktionsfirma, berichtet hätten. Andere Frauen hätten angegeben, dass sie Missverhalten Freemans bei Dreharbeiten oder in anderen Situationen beobachtet hätten. Ihrer Beschreibung nach soll Freeman unter anderem anzügliche Kommentare gemacht und sie begrapscht haben.

    "Ich bin erschüttert, dass 80 Jahre meines Lebens davon bedroht sind, untergraben zu werden", sagte der Star aus Filmen wie "Miss Daisy und ihr Chauffeur", "Erbarmungslos" und "Invictus – Unbezwungen", der fünf Mal für einen Oscar nominiert war. (APA, 28.5.2018)

    • Morgan Freeman fühlt sich missverstanden: "Offensichtlich kam das nicht immer so herüber, wie ich es gedacht hatte".
      foto: ap/richard shotwell

      Morgan Freeman fühlt sich missverstanden: "Offensichtlich kam das nicht immer so herüber, wie ich es gedacht hatte".

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