EU-Vorsitz: Kulturminister Blümel präsentierte Kulturprogramm

23. Mai 2018, 14:49
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Er will eine "Brücke zwischen Innovation und Tradition" schlagen. Digitalisierung, die Kulturagenda 2019+ und Kulturförderprogramme sind wichtigste Dossiers

Brüssel – Kulturminister Gernot Blümel (ÖVP) hat am Mittwoch bei einem EU-Rat in Brüssel einen Ausblick auf das kulturelle Rahmenprogramm Österreichs während des EU-Vorsitzes im zweiten Halbjahr 2018 gegeben. Österreich will dabei eine "Brücke zwischen Innovation und Tradition schlagen", hieß es in der EU-Hauptstadt.

Das Programm werde demnach Klassiker wie ein Konzert der Wiener Philharmoniker oder eine Klimt-Ausstellung beinhalten, aber auch innovative Formate wie die Performance-Reihe "Ganymed". Die weiteren Programminhalte sollen erst zu einem späteren Zeitpunkt präsentiert werden.

Kulturschwerpunkte nach 2019

Daneben standen in Brüssel die kulturellen Schwerpunkte nach 2019 und das Kulturbudget im Rahmen des mehrjährigen EU-Finanzrahmens auf der Agenda. Erste Priorität während Österreichs EU-Vorsitz haben im Kulturbereich die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Kultur- und Mediensektor. Als weitere wichtige Dossiers nannte Blümel den Start der Verhandlung der EU-Kulturagenda 2019+ sowie des neuen EU-Kulturförderprogramms 2021-2027.

Laut Blümel werde es mehr Geld für Kultur geben. "Im aktuellen Vorschlag der Kommission wird der Teil um einiges mehr. Allerdings geht es da um 1,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den 1,2 Billionen Euro, die insgesamt der Vorschlag der Kommission ausmacht, ein relativ geringer Teil." Allerdings "ein wesentlicher", so der Kulturminister.

Erasmus-Programm für Kulturschaffende

Mit dem zusätzlichen Budget soll etwa ein Erasmus-Programm für Kulturtreibende und Kulturschaffende installiert werden. Blümel sprach von einem Künstlerinnen- und Künstler-Austausch zwischen den europäischen Ländern. Unabhängig vom Geld müsse man sich vor allem Gedanken darüber machen, wie man europäische Inhalte in der digitalen Welt finanzieren und an ein breites Publikum heranholen kann. "Denn das schafft auch europäische Identität." (APA, 23.5.2018)

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