Deutsch-amerikanisches Satelliten-Duo zur Erdvermessung gestartet

    Video23. Mai 2018, 11:34
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    Fünfjährige Mission analysiert die genaue Gestalt der Erde

    foto: apa/afp/nasa/bill ingalls
    An Bord einer Falcon-9-Rakete von SpaceX hob am 22. Mai das Satelliten-Duo Grace-Fo erfolgreich ab.

    Vandenberg Air Force Base – Ende 2017 verglühten zwei Satelliten der gemeinsam von den USA und Deutschland organisierten "Grace"-Mission in der Erdatmosphäre. Damit die Erdvermessung weitergehen kann, starteten in der Nacht auf Mittwoch ihre Nachfolger. Forscher wollen damit unter anderem den Meeresspiegel im Blick behalten.

    Das deutsch-amerikanische Satelliten-Duo Grace-Fo hob an Bord einer Falcon 9-Rakete des US-Unternehmens SpaceX planmäßig von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien ab, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Kurze Zeit später hätten die beiden von Airbus gebauten rund 600 Kilogramm schweren Satelliten erste Kommunikationssignale gesendet.

    deutsches geoforschungszentrum
    Video: Primäres Missionsziel ist die Erstellung globaler monatlicher Schwerefeldkarten.

    Die auf fünf Jahre angelegte und rund 440 Millionen Euro teure Mission organisiert die Nasa gemeinsam mit dem Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam. Deutschland steuert rund 78 Millionen Euro bei.

    Schwerefeldmessung der Erde

    Wie beim Vorgängerprojekt "Grace" (Gravity Recovery And Climate Experiment", das "Fo" bei der neuen Mission steht für "Follow On"), das von 2002 bis 2017 im Einsatz war, sollen zwei rund drei Meter lange Satelliten in einem Abstand von rund 220 Kilometer um die Erde fliegen und sie vermessen. Einmal pro Monat soll so eine Karte des Schwerefelds der Erde entstehen. Aus den Daten sind Rückschlüsse beispielsweise auf die Veränderung des Meeresspiegels oder des Klimas möglich.

    Die erste "Grace"-Mission hatte bereits gezeigt, dass in Grönland von 2002 bis 2016 rund 270 Milliarden Tonnen Eismassen verloren gingen. Zusätzlich zum Mikrowellenradar ist bei der neuen Mission auch ein Laser zur Messung mit an Bord. Die neuen Daten sollen an rund 5.000 bereits registrierte Interessenten gehen – darunter Hydrologen oder Ozeanografen. (APA, red, 23.5.2018)

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