Der WAC als Party-Crasher – 3:1 beim LASK

20. Mai 2018, 18:45
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Der Aufsteiger verliert sein letztes Heimspiel, kann aber immer noch bester Aufsteiger werden – Kärntner bleiben im Aufwind

Linz/Pasching – Der Wolfsberger AC befindet sich unter Interimstrainer Robert Ibertsberger weiter im Aufwind. Die Kärntner feierten am Sonntag mit einem 3:1 (1:0) beim LASK verdient den vierten Sieg in den jüngsten fünf Matches und verdarben den Linzern die geplante Heim-Party zum Saisonfinale.

Der LASK kassierte in der vorletzten Runde die dritte Niederlage in Serie und vergab damit die Chance auf den dritten Platz. Vor dem abschließenden Match in Mattersburg haben die Athletiker vier Punkte Rückstand auf den SK Rapid, der Altach 4:1 bezwang. Die Qualifikation für die Europa League muss der LASK damit eine Runde früher (in der 2. Runde) als die Hütteldorfer in Angriff nehmen.

Bei Frieser läuft's

Den WAC-Sieg stellte wie schon zuletzt gegen die Austria Dominik Frieser mit einem Doppelpack sicher. Der 24-Jährige bezwang Keeper Pavao Pervan mit einem Flachschuss (27.) und kurz nach der Pause von rechts mit einem Schuss ins kurze Kreuzeck (48.).

Gegen zehn Wolfsberger – Mario Leitgeb hatte nach Fouls die Gelb-Rote Karte erhalten (57.) – gelang den Gastgebern der Anschlusstreffer durch Joao Victor (71.). Seinem sechsten Saisontor – aus kurzer Distanz erzielt – gingen Abwehrfehler des WAC voraus. In der Nachspielzeit jagte Majeed Ashimeru Felix Luckeneder den Ball ab, düpierte Keeper Pervan und sorgte für den Endstand (93.).

In den drei Duellen zuvor war dem WAC kein einziger Treffer gelungen, nun scorten die Lavanttaler mit drei Toren mehr als in allen bisherigen Auswärtsspielen der Saison.

Gastgeber lassen Qualitäten vermissen

Der LASK ließ die in dieser Saison lange Zeit gezeigten Qualitäten vermissen. Erst in den letzten 20 Minuten kamen die Schwarz-Weißen zu mehreren Chancen. So hob etwa der bedrängte Rene Gartler, der in seinem letzten Heimspiel für den LASK als Kapitän fungierte, den Ball knapp über das Tor (80.).

Im letzten Match in einer Woche geht es für den LASK trotzdem noch um den Aufsteiger-Rekord. Auf die Bestmarke von Altach aus der Saison 2014/15 (59 Punkte) fehlen dem Team von Trainer Oliver Glasner zwei Zähler. (APA, 20.5. 2018)

Bundesliga – 35. Runde:

LASK – Wolfsberger AC 1:3 (0:1). Pasching, TGW-Arena, 5.400, SR Hameter.

Tore: 0:1 (27.) Frieser, 0:2 (47.) Frieser, 1:2 (71.) Joao Victor, 1:3 (93.) Ashimeru

LASK: Pervan – Ranftl, Ramsebner, Luckeneder – Goiginger (63. Oh), Holland (62. Rep), Trauner, Ullmann (87. Raguz) – Tetteh, Gartler, Joao Victor

WAC: Soldo – Wernitznig, Rnic, Igor, Palla – M. Leitgeb – Frieser (84. Rabitsch), Ashimeru, Jovanovic, Ouedraogo (69. Offenbacher) – Orgill (52. Gschweidl)

Gelbe Karten: Ranftl, Holland bzw. Wernitznig, Igor

Gelb-Rote Karte: M. Leitgeb (57./Foul)

Stimmen:

Oliver Glasner (Trainer LASK): "Das war ein verdienter Sieg des WAC, wir waren zu fahrlässig. Das war unsere schwächste Leistung im Frühjahr. Wenn wir nicht in allen Bereichen an unsere Leistungsgrenze gehen, sind wir nur Durchschnitt. Platz drei war für mich nie ein Thema. Ich bin über die gesamte Saison gesehen stolz auf die Mannschaft, wir sind meist homogen aufgetreten, sind die laufstärkste Mannschaft und haben den vierten Rang verdient. Wir haben als Aufsteiger 57 Punkte und sind international dabei."

Robert Ibertsberger (Trainer WAC): "Wir haben schwer ins Spiel gefunden, uns aber nach einer kurzen Phase in der Defensive gut stabilisiert. Es hat richtig Freude gemacht, der Mannschaft zuzuschauen, wie sie unter Druck spielt. Ich bin stolz aus das Team, großes Lob. Nach dem Ausschluss habe ich mir keine Sorgen gemacht, ich war sicher, dass wir den Vorsprung über die Runden bringen, weil der LASK keine zwingenden Chancen hatte. Das 3:1 war das i-Tüpfelchen."

Rene Gartler (Kapitän LASK): "Nach den ersten zehn Minuten mit guten Chancen haben wir den Faden verloren und gleich nach der Pause das 0:2 kassiert. Das soll unsere Saisonleistung aber nicht schmälern, auch nicht mein letztes Heimspiel. Es war beim LASK eine tolle Zeit für mich, wir haben die Ziele erreicht wie den Aufstieg und einen internationalen Startplatz."

Dominik Frieser (zweifacher WAC-Torschütze): "Vier Tore in zwei Spielen sind ein Wahnsinn, ich kann es kaum glauben. Wir spielen in diesen Wochen einfach besser Fußball, haben mehr Selbstvertrauen und gewinnen dadurch Spiele."

Die 35. Runde:

Rapid – Altach 4:1
Sturm – Admira 2:0
LASK – WAC 1:3
Salzburg – Mattersburg 1:0
St. Pölten – Austria 2:0

  • Friesers (2. von links) erster Streich.
    foto: apa/expa/hackl

    Friesers (2. von links) erster Streich.

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