Warum bietet der STANDARD ein Produkt wie PUR an?

    16. Mai 2018, 20:14

    derStandard.at gehört zu den größten österreichischen Werbeträgern auch dank seines vorsichtigen Umgangs mit Daten.

    DER STANDARD gilt als einer der Pioniere der Internetmedien. Er ging als erste deutschsprachige Tageszeitung im Februar 1995 online, war 1999 weltweit mit der Postingfunktion unter allen Artikeln wohl unter den ersten Medien, die auf User generated Content setzten und finanzierte sich von Anbeginn ausschließlich über Werbung. Das Angebot an den User war schon aus dem Privatfernsehen bekannt und höchst einfach: Der User bekommt die Inhalte auf derStandard.at kostenfrei zur Verfügung gestellt und akzeptiert im Gegenzug Werbung. Der Werbekunde zahlt für diese Werbeeinschaltungen, die ihm in der Folge zu mehr Aufmerksamkeit oder Kundenkontakten verhelfen. In den letzten Jahren erlebten wir hautnah, wie die Steuerung der Werbung – Targeting genannt – immer raffinierter wurde. Damit einhergehend wurden immer mehr und mitunter auch für den Werbekunden vom Umfeld her weniger vorteilhafte Online-Angebote für die Ausspielung von Werbung genutzt.

    Brand Safety

    DER STANDARD verfolgte hier stets eine extrem vorsichtige Strategie, in der die "Brand Safety" – also die Absicht, das beste Werbeumfeld für seine Kunden zu bieten – im Vordergrund stand und nicht das Ausnutzen aller verfügbaren technischen Möglichkeiten. Dies wurde vom Markt belohnt, derStandard.at gehört zu den größten österreichischen Werbeträgern. Dennoch war gerade in den letzten Jahren zu beobachten, dass das Targeting von Werbebotschaften mittels zuvor gesammelter Daten und im Hintergrund erstellter Userprofile zunehmend an Bedeutung gewann. Vorgänge, die wir nicht immer kontrollieren konnten. In den letzten Wochen sorgte nun Facebook für Aufsehen, als bekannt wurde, wie über eine Schnittstelle des sozialen Netzwerkes Userdaten von Cambridge Analytica abgegriffen wurden. Man kann davon ausgehen, dass nicht nur die großen und bekannten Technologieunternehmen am Datensammeln waren und sind. Daten sind die Grundlage unterschiedlichster Geschäftsmodelle und werden durch jegliche digitale Wertschöpfungskette im Web gesammelt.

    Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

    Die Europäische Union ist gegenwärtig der einzige Rechtsraum, der versucht, im Sinne des Datenschutzes hier Regelungen zu finden, und die bevorstehende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist hier im Sinne des Konsumenten ein begrüßenswertes Vorhaben. Unsere User sind in einem hohen Maß vorsichtig, wenn es um den Umgang mit ihren Daten geht. Wir verzeichnen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Usern, die Adblocker nutzen. Das sind User, die nicht nur Werbung ausblenden, sondern auch mittels Nutzung des Adblockers den Zugriff auf ihre Daten schützen wollen. Sie sind damit allerdings auch zwangsläufig Trittbrettfahrer, da sie unser Service nutzen, uns aber die Möglichkeit der Refinanzierung nehmen. Dies auch auf Kosten aller anderen User, die damit umso mehr Werbung ausgespielt bekommen. Wir haben für all jene User, die Adblocker nutzen wollen, ein Produkt geschaffen.

    derStandard.at gibt es nun auch PUR, somit ohne Werbung und ohne Daten-Tracking durch Dritte zum Preis von 6 Euro im Monat. Nebeneffekt ist eine deutliche Beschleunigung der Website, da keine Fremdinhalte aufgerufen und dargestellt werden. Unsere User haben nun die Wahlfreiheit, dank DSGVO auch rechtlich abgesichert, unser Angebot gratis zu nutzen und dafür Werbung zu akzeptieren oder sich für ein PUR-Abo zu entscheiden.

    Alle Infos zu derStandard.at/PUR

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