Hohe HIV-Viruslast schädigt Herz

    16. Mai 2018, 09:18
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    Eine Studie an der Med-Uni Wien zeigt, dass in den Akutphasen der HIV-Infektion die Troponin-Werte im Blut ansteigen – das beeinträchtigt das Herz

    Zumindest vorübergehend dürfte eine akute HIV-Infektion auch das Herz schädigen. Das haben laut Med-Uni Wien Wissenschafter in einer Studie herausgefunden.

    Das Autorenteam mit dem Leiter der HIV-Ambulanz der Universitäts-Hautklinik (MedUniWien/AKH), Armin Rieger, hat gezeigt, dass in der Akutphase unmittelbar nach der Infektion sowohl die Troponin- als die sogenannten NT-proBNP-Laborwerte im Blut ansteigen. Beides sind Marker für eine Schädigung des Herzens. Solche Beobachtungen werden allerdings auch sonst im Rahmen von den ganzen Körper betreffenden Entzündungsreaktionen gemacht.

    In der Studie, welche im "Journal of Infectious Diseases" veröffentlicht worden ist, wurden die Daten von 49 Patienten mit akuter HIV-Infektion analysiert. Bei jedem vierten zeigten sich offenbar aufgrund des exzessiven Anstiegs der HIV-Viruslast und der zeitgleich bestehenden Immunaktivierung am Beginn der Infektion auch Zeichen dafür, dass Herzmuskelzellen abstarben. Diese Parameter bessern sich aber wieder mit dem Anlaufen der körpereigenen Immunreaktion und der Therapie, welche die Virusreplikation möglichst vollständig unterdrückt. (APA, 16.5.2018)

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