WAC wiederholt zu stark für die Austria

    15. Mai 2018, 20:57
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    Violetter Negativlauf geht mit knapper Niederlage in Kärnten weiter – Doppelpack von Frieser drei Tage nach Abbruch wegen Unwetter

    Wolfsberg – Die Geschichte hat sich wiederholt. Die Wiener Austria verlor am Dienstag in der Fußball-Bundesliga auch drei Tage nach dem Abbruch beim Stand von 0:2 beim WAC. Wie am Samstag, als die Partie wegen eines Unwetters abgebrochen werden musste, führte Wolfsberg zur Pause 2:0. Am Ende hieß es nach einem Doppelpack von Dominik Frieser (43., 45.+2) bzw. einem Tor von Dominik Prokop (61.) 2:1 für den WAC.

    Die Austria läuft damit auch nach der am Montag erfolgten Bestätigung von Thomas Letsch als Cheftrainer einem Erfolgserlebnis nach. Die Wiener haben aus den vergangenen fünf Partien nur einen Punkt geholt und sind zwei Runden vor Schluss weiter Tabellensiebenter – drei Zähler hinter Mattersburg und drei vor Altach. Der WAC steht als Vorletzter fest, landete aber den dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen.

    Letsch machte seine Ankündigung wahr und stellte auf eine defensive Dreierkette um, in die Tarkan Serbest zurückgezogen wurde. Einzige personelle Änderung bei beiden Teams war Abdul Kadiri Mohammed, der in der Austria-Abwehr den nach seiner Gelb-Roten Karte vom Samstag gesperrten Michael Madl ersetzte. Raphael Holzhauser und Felipe Pires, die die Wiener im Sommer verlassen, standen nicht einmal im Kader.

    Besserer Start, trotzdem keine Punkte

    Die Austria startete zwar etwas besser als drei Tage davor, ließ aber in Person von Alexander Grünwald mehrere gute Gelegenheit aus. Der Kapitän traf das Außennetz (9.) und brachte den Ball auch per Ferse nicht im Tor unter (17.). Nach einem Zuspiel von Lucas Venuto rettete auch noch Igor kurz vor der Linie gegen Grünwald (26.).

    Der WAC war durch einen Kopfball von Issiaka Ouedraogo, am Samstag unbelohnter Doppeltorschütze, erstmals gefährlich (13.). Nachdem Dever Orgill zwei Chancen vergeben hatte (26., 35.), trat Frieser in Erscheinung. Einen Gewaltschuss des 24-Jährigen fälschte Kadiri ins eigene Tor ab. Vier Minuten später versenkte Frieser den Ball nach sehenswertem Zuspiel von Majeed Ashimeru im langen Eck.

    Nach der Pause war der WAC zwar leicht feldüberlegen, kassierte aber den Anschlusstreffer. Nach einem Vorstoß des eingewechselten Alexander Frank war Prokop mit einem Schlenzer von knapp innerhalb des Strafraums erfolgreich. Die Austria legte nach. Bei einem zentral angetragenen Venuto-Schuss hatte WAC-Keeper Christian Dobnik Glück (66.), auch nach Zuspiel von Prokop traf Venuto nicht (70.).

    Der WAC war nur durch Orgill (58./Kopfball) gefährlich, bis Sasa Jovanovic den Matchball ausließ. Der Mittelfeldmann kam im Sechzehner frei zum Abschluss, scheiterte aber an Pentz (74.). Im Finish verfehlte Ashimeru aus 20 Metern das Gehäuse (88.), es blieb aber beim WAC-Erfolg. Interimscoach Robert Ibertsberger und seine Mannen wurden im zweiten Anlauf für eine starke Darbietung belohnt. (APA, 15.5.2018)

    Fußball-Bundesliga, Nachtragsspiel der 34. Runde:

    Wolfsberger AC – FK Austria Wien 2:1 (2:0). Wolfsberg, Lavanttal-Arena, 2.814 Zuschauer, SR Muckenhammer.

    Tore: 1:0 (43.) Frieser, 2:0 (45.+2) Frieser, 2:1 (61.) Prokop

    WAC: Dobnik – Wernitznig, Rnic, Igor, Palla (75. Flecker) – M. Leitgeb (80. Rabitsch) – Frieser, Ashimeru, Jovanovic, Ouedraogo (91. Gschweidl) – Orgill

    Austria: Pentz – Kadiri, Serbest, Borkovic – Klein, Demaku (62. Fitz), Grünwald (80. Blauensteiner), Salamon – Prokop, Monschein (58. Frank), Venuto

    Gelbe Karten: Gschweidl bzw. Demaku, Klein

    Stimmen

    Robert Ibertsberger (WAC-Interimstrainer): "Beim ersten Tor haben wir Spielglück gehabt. Danach haben wir die Räume bekommen, die wir für unsere schnellen Stürmer gebraucht haben. In der zweiten Hälfte haben wir richtig gut dagegengehalten und wieder viel Leidenschaft auf den Platz gebracht. Das hat mich stolz gemacht."

    Thomas Letsch (Austria-Trainer): "Es ist viel zu einfach, gegen uns Tore zu schießen. Wir machen es dem Gegner zu einfach. Wir müssen in den gefährlichen Zonen attackieren und nicht nur den Gegner begleiten. Der WAC hat verdient gewonnen."

    • Der WAC lässt die Austria auch im Nachtrag in eine Pleite laufen.
      foto: apa/eggenberger

      Der WAC lässt die Austria auch im Nachtrag in eine Pleite laufen.

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