Am schnellsten wachsendes Schwarzes Loch des Universums entdeckt

    15. Mai 2018, 14:38
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    Das mehr als zwölf Milliarden Lichtjahre entfernte Objekt verschlingt alle zwei Tage die Masse unserer Sonne

    foto: esa/nasa
    Das extrem hungrige Schwarze Loch leuchtet heller Tausende Male heller als eine gesamte Galaxie.

    Sydney – Australische Astronomen haben ein ungewöhnlich hungriges Schwarzes Loch entdeckt: Alle zwei Tage verschlingt dieser supermassive Gigant in mehr als zwölf Milliarden Lichtjahren Entfernung etwa die Masse unserer Sonne. Damit handelte es sich nach bisherigen Beobachtungen um das am schnellsten wachsende Schwarze Loch im bekannten Universum.

    Das schwarze Loch besaß zum Zeitpunkt der Beobachtung eine geschätzte Masse von 20 Milliarden Sonnen, wie Christian Wolf von der Abteilung für Astronomie und Astrophysik der Australian National University erklärt. Alle eine Million Jahre dehne es sich um ein Prozent aus. "Dieses Schwarze Loch wächst so schnell, dass es aufgrund all der Gase, die es jeden Tag einsaugt und die sehr viel Reibung und Hitze verursachen, Tausende Male heller leuchtet als eine gesamte Galaxie", so Wolf.

    Seltenes Objekt

    Solch große und schnellwachsende Schwarze Löcher seien extrem selten. Das Schwarze Loch wurde vom europäischen Astronomiesatelliten "Gaia" entdeckt, als dieser kleinste Bewegungen von Himmelskörpern gemessen hatte. Die in den "Publications of the Astronomical Society of Australia" veröffentlichte Entdeckung wurde von der australischen Universität durch Beobachtungen mit einem Teleskop bestätigt.

    "Würde dieses Monster im Zentrum unser Milchstraße sitzen, wäre es etwa zehn Mal heller für uns als der Vollmond", erläuterte Wolf. "Es würde als ein unglaublich heller, stecknadelkopfgroßer Stern erscheinen, der fast alle Sterne am Himmel überstrahlt."

    Lebensfeindliche Röntgenstrahlung

    Die hohe Menge an ausgesandter Röntgenstrahlung würde das Leben auf der Erde vermutlich unmöglich machen. Da supermassereiche Schwarze Löcher leuchten, könne mit ihrer Hilfe die Bildung von Elementen in den frühen Galaxien unseres Universums erforscht werden. (APA, red, 15.5.2018)

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