Ein "Tatort" im düsteren Schwarzwald: Top oder Flop?

    Ansichtssache13. Mai 2018, 17:54
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    Am Biobauernhof bei Böttgers stirbt die Tochter. Franziska Tobler und Friedemann Berg rätseln. Und wie hat Ihnen dieser "Tatort" gefallen?

    Zweiter Einsatz von Eva Löbau und Hans-Jochen Wagner im Schwarzwald. Und das ist der Fall: Die Familie Böttger betreibt einen Bauernhof im Schwarzwald, mit großem Einsatz, naturnah und bäuerlichen Traditionen verbunden. Als die älteste Tochter Sonnhild plötzlich stirbt, untersuchen Franziska Tobler (Eva Löbau) und Friedemann Berg (Hans-Jochen Wagner) den Todesfall. Friedemann kennt Volkmar Böttger (Nicki von Tempelhoff) schon seit der Schulzeit und ist beeindruckt davon, wie einsatzfreudig und prinzipienstark der Jugendfreund seine große Familie und den Hof managt.

    Der Verdacht auf falsche Diabetesbehandlung gegen den Arzt lässt sich nicht bestätigen. Franziska Tobler allerdings hält die Aussagen des Arztes für Schutzbehauptungen und hat weitere Anhaltspunkte, um die Ermittlungen am Laufen zu halten.

    foto: orf/ard/benoît linder

    Ein ambivalentes Urteil fällt Birgit Baumann im TV-Tagebuch des STANDARD: "Der österreichische Regisseur Umut Dag zeichnet in der erforderlichen Langsamkeit ein verstörendes Bild von Neonazi-Strukturen auf dem Land. Doch leider ist auch dieser Tatort nicht länger als 90 Minuten, und so verliert die Handlung zugunsten der dichten Atmosphäre. Dabei geht es gar nicht um die Mörderjagd, die Story ist ohnehin klar."

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    foto: orf/ard/benoît linder

    "Hier wird im konsequent regionalen Setting von den großen globalen Themen berichtet, hier blüht in uriger Kulisse das gesellschaftliche Ungemach der Gegenwart", erläutert Christian Buß auf spiegel.de. "Und so wie in der ersten Schwarzwald-Episode Großstadtflüchtlinge auf dem gelobten Land mit den Auswüchsen der deutscher Waffenproduktion konfrontiert wurden, so erleben wir in der zweiten, wie ökologischer Artenschutz zu rassistischem "Artglaube" pervertiert."

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    foto: orf/ard/benoît linder

    "Vom Staatswohl handelt ,Sonnenwende', von einer nationalistischen Zeitenwende, von der Unterwanderung aller Lebensbereiche durch völkische Umtriebe, von einer allmählichen Aushöhlung der Demokratie von ihren agrarischen Rändern her", analysiert Elmar Krekeler auf welt.de: "Schöne Bilder, schöner Wald, fiese Ahnungen, feines Spiel. Ein Horrorfilm.

    Wie hat Ihnen diese Folge gefallen? Diskutieren Sie hier im Forum mit. (red, 13.05.2017)

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