Deutschland: Neuer Widerstand gegen Hakenkreuz-Verbot in Games

    13. Mai 2018, 13:12
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    Das Spiel "Bundesfighter 2" löst eine neue Debatte über die Symbolzensur aus

    Filme, Bücher und Fernsehserien zeigen selbstverständlich Hakenkreuze und andere nationalsozialistische Symbole, wenn sie sich mit der Nazi-Diktatur und deren Gräueltaten beschäftigen. Für Videospiele gilt das nicht. Bei Games gibt es eine Symbolzensur, weshalb beispielsweise Blockbuster wie "Call of Duty" oder "Wolfenstein" ihre Inhalte in Deutschland verändern müssen.

    Widerstand

    Dagegen regt sich nun neuer Widerstand. Die aktueller Rechtslage sei nicht mehr zeitgemäß, sagt Felix Falk zu Gamestar. Falk ist Geschäftsführer von "game", dem Verband der deutschen Videospiele-Branche. "Games sind Kunst – daran besteh kein Zweifel", so Falk. Er hält die "Rechtsposition mancher zuständigen Behörden" für "überholt".

    "Hakenkreuz-Attacke"

    Momentan gibt es Anzeichen dafür, dass das zumindest Staatsanwälte ähnlich sehen. In "Bundesfighter 2 Turbo" können Spieler mit dem AfD-Politiker Alexander Gauland eine "Hakenkreuzattacke" durchführen. Dagegen wollten die zuständigen Staatsanwälte nicht ermitteln. Für Rechtssicherheit wäre allerdings ein Gerichtsurteil oder eine Änderungen der Bestimmungen notwendig. (red, 13.5.2018)

    • Spiele wie "Call of Duty" müssen in Deutschland zensiert werden
      foto: apa/afp/stollarz

      Spiele wie "Call of Duty" müssen in Deutschland zensiert werden

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