Zensur: ESC beendet Zusammenarbeit mit chinesischem TV-Sender

    11. Mai 2018, 13:54
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    Homophobie: Der Sender Mango TV hatte Regenbogenflaggen verpixelt und den Auftritt des Iren Ryan O'Shaughnessy herausgeschnitten

    Wien/Lissabon – Die European Broadcasting Union (EBU) hat nach der Zensur homosexueller Inhalte die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Sender Mango TV für heuer beendet. Die Fernsehanstalt hatte bei der Übertragung des ersten Halbfinales des laufenden Eurovision Song Contests Regenbogenflaggen verpixelt und den Auftritt des Iren Ryan O'Shaughnessy herausgeschnitten, der zwei männliche Tänzer auf der Bühne hat.

    Dies führte auch zum Aufschrei in der lesBiSchwulen Gemeinschaft Chinas. Viele Aktivistengruppen drückten auf dem chinesischen Twitter-Pendant Weibo infolge ihr Bedauern über die Zensur des eigentlich als verhältnismäßig progressiv bekannten Kanals aus. Ob die Zensurschritte auf staatliche Anordnung erfolgten, ist derzeit noch unklar.

    eurovision song contest

    Die EBU teilte nun in einem Statement mit, die heurige Zusammenarbeit mit Mango TV zu beenden und dem Sender die Ausstrahlung des 2. Halbfinales nach den Zensurmaßnahmen zu untersagen: "Das steht nicht im Einklang mit den Werten der EBU, zu denen ein weiter Horizont und Inklusion sowie unsere stolze Tradition, Vielfalt durch Musik zu feiern, gehören." (APA, 11.5.2018)

    • Der chinesische Fernsehsender Mango TV hatte bei der Übertragung des ersten Halbfinales des laufenden ESC Regenbogenflaggen verpixelt und den Auftritt des Iren Ryan O'Shaughnessy herausgeschnitten, der zwei männliche Tänzer auf der Bühne hat.

      Der chinesische Fernsehsender Mango TV hatte bei der Übertragung des ersten Halbfinales des laufenden ESC Regenbogenflaggen verpixelt und den Auftritt des Iren Ryan O'Shaughnessy herausgeschnitten, der zwei männliche Tänzer auf der Bühne hat.

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