0:7 – Gegen Schweden war für Österreich nichts zu holen

    9. Mai 2018, 22:40
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    ÖEHV-Team mit erwarteter Niederlage gegen Weltmeister. Nach Ruhetag folgen die Schlüsselspiele gegen Frankreich und Weißrussland

    Kopenhagen – Nach Olympiasieger Russland war auch Weltmeister Schweden für Österreichs Eishockey-Nationalteam eine Nummer zu groß. Die Mannschaft von Teamchef Roger Bader verlor am Mittwoch bei der WM in Dänemark gegen den Titelverteidiger mit 0:7 (0:2,0:3,0:2).

    Adrian Kempe (10./PP), Mattias Janmark (18.), Rickard Rakell (23./PP, 29.), Gustav Nyquist (30.), Mika Zibanejad (48.) und Magnus Paajarvi (54.) erzielten die Treffer in der erwartet einseitigen Partie. Das rot-weiß-rote Team hat nun einen Tag Pause, ehe die Schlüsselpartien auf dem Programm stehen. Gegen Frankreich (Freitag) und Weißrussland (Samstag, jeweils 16.15 Uhr) muss zumindest ein Sieg her, um erstmals seit 14 Jahren nicht abzusteigen.

    Zweiter Einsatz für Madlener

    Gegen Schweden erhielt Einser-Torhüter Bernhard Starkbaum wie schon gegen Russland eine Pause und David Madlener seinen zweiten Einsatz. Teamchef Roger Bader stellte zudem drei neue Verteidiger-Paare zusammen und ließ Michael Raffl seine gewohnte Position als Flügel an der Seite von Center Konstantin Komarek und Peter Schneider spielen. Die gegen die Schweiz starke Youngster-Linie mit Alexander Rauchenwald, Dominic Zwerger und Lukas Haudum wurde wieder vereint. Da Fabio Hofer und Daniel Woger erkrankt fehlten, half Patrick Peter als zwölfter Stürmer aus.

    foto: reuters/grigory dukor
    Die Österreicher wehrten sich nach Kräften, zum Schonen für die Schlüsselspiele blieb keine Zeit.

    Das Spiel entwickelte sich wie erwartet. Der mit 14 NHL-Spielern angetretene Titelverteidiger kombinierte ohne letzte Konsequenz. Die Österreicher wehrten sich nach Kräften und reduzierten leichtfertige Fehler. Madlener konnte sich mehrmals auszeichnen.

    Im Mitteldrittel zeigten auch die Österreicher gute Offensivaktionen, nach Haudum (20.) kamen auch Peter Schneider (24.) und Layne Viveiros (24.) zu guten Chancen, konnten den schwedischen Torhüter-Hünen Anders Nilsson aber nicht bezwingen. Nach einem Doppelschlag zum 0:5 innerhalb von 24 Sekunden wurde Bader bei einem Time-Out laut (30.), danach agierten Raffl und Co. wieder konzentrierter. (APA, 9.5.2018)

    Eishockey-WM in Dänemark – Gruppe A:

    Schweden – Österreich 7:0 (2:0,3:0,2:0). Kopenhagen, 8.547. Tore: Kempe (10./PP), Janmark (18.), Rakell (23./PP, 29.), Nyquist (30.), Zibanejad (48.), Paajarvi (54.). Strafminuten: 4 bzw. 8.

    Schweden: Nilsson – A. Larsson, Ekman-Larsson; Klingberg, Lindholm; Wikstrand, Gustafsson – Janmark, Zibanejad, Rakell; Kempe, Backlund, Nyquist; J. Larsson, Everberg, Paajarvi; Andersson, de la Rose

    Österreich: Madlener – Ulmer, Unterweger; Schumnig, Heinrich; Schlacher, Viveiros; Altmann – Ganahl, Hundertpfund, Lebler; Schneider, Komarek, M. Raffl; Haudum, Rauchenwald, Zwerger; Peter, Obrist, Spannring

    Stimmen

    Roger Bader (Teamchef Österreich): "Dass wir gegen diese Mannschaft komplett unterlegen sein werden, wussten wir schon vorher. Schweden ist neben Russland einer der Titelfavoriten. Sie sind läuferisch, technisch, physisch unseren Spielern deutlich überlegen, aber das ist keine neue Erkenntnis. Wir haben gesagt, wir wollen mitlaufen mit ihnen und schnelle Entscheidungen fällen. Es gab Momente, wo uns das gelungen ist. Es gab aber auch Geschenke, das hat mir nicht gefallen. Wenn der Gegner uns aufgrund individueller Überlegenheit ausspielt, dann ist es einfach so. Wir haben ihnen aber durch verlorene Scheiben auch Tore geschenkt."

    Michael Raffl (Stürmer Österreich): "Chancenlos, wie erwartet. Das sind nicht nur NHL-Spieler, sondern Superstars drüben, das hat man heute gesehen. Ich hätte gerne mehr getan, es ist nicht immer lustig, wenn du die Scheibe nicht viel hast und nur hinten drin stehst. Madlener hat super gespielt, für die Jungen war es eine super Erfahrung. Jetzt fängt es (das Turnier) richtig an, das sind die zwei Schlüsselspiele. Wenn wir in der A-Gruppe bleiben wollen, muss man da gewinnen, da gib es keine Ausrede. Da verlangt es aber ein bisschen mehr von uns allen."

    Stefan Ulmer (Verteidiger Österreich): "Zum Glück nicht höher. Das ist eine andere Liga. Wir fahren da nur nach, sie haben machen können was sie wollen. Madlener war super, sonst wäre es höher ausgefallen. Hätten sie mehr Tore machen wollen, hätten sie mehr gemacht. Wir haben alles gegeben und gekämpft, aber hatten von A bis Z keine Chance. Wir haben die Klasse nicht."

    • Zwei von sieben Treffern der Schweden gingen auf das Konto von Rickard Rakell.
      foto: reuters/grigory dukor

      Zwei von sieben Treffern der Schweden gingen auf das Konto von Rickard Rakell.

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