Einzelfall: Salzburger RFJ-Chef outete sich als "Nationalsozialist"

9. Mai 2018, 16:11
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"Für uns Nationalsozialisten darf das Bekenntnis zu einer Weltanschauung niemals zur Phrase werden", schrieb Markus Hüttenmeyer auf Facebook

Das Facebook-Posting stammt aus dem Jahr 2009: Markus Hüttenmeyer zitiert den Nationalsozialisten Hansjörg Männel, der Bücher wie "Politische Fibel. Richtlinien für die politisch-weltanschauliche Schulung in der S. A." geschrieben hat: "Für uns Nationalsozialisten darf das Bekenntnis zu einer Weltanschauung niemals zur Phrase werden."

Jahre später: Hüttenmeyer ist als Landesobmann der FPÖ-Jugendorganisation RFJ längst zu einem wichtigen FPÖ-Parteikader aufgestiegen und ist auch FPÖ-Chef im Pinzgauer Lofer. Dann taucht dieses Posting auf. Es ist der grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer, der die Sache publik macht. Ausgerechnet am 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus. "Ich meine, der 8. Mai, der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, wäre ein guter Tag, um Markus politisch aus dem Verkehr zu ziehen", erklärt Heilig-Hofbauer.

Kurz darauf wird Hüttenmeyers Facebook-Profil vom Netz genommen: "Wartungsarbeiten", heißt es dort. Und die Online-Plattform "Salzburg 24" meldet, dass Hüttenmeyer noch am Abend des 8. Mai alle FPÖ-Funktionen zurückgelegt habe. (Thomas Neuhold, 9.5.2018)

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