"Tote Mädchen lügen nicht": Staffel 2 startet am 18. Mai auf Netflix

    9. Mai 2018, 08:50
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    Umstrittene Produktion behandelt den Suizid einer Teenagerin – Neue Folgen sollen "die großen Fragen" beantworten

    Berlin – Die umstrittene Netflix-Serie "Tote Mädchen lügen nicht" geht am 18. Mai in die zweite Staffel. Staffel eins erzählte in 13 Episoden die fiktive Geschichte der Teenagerin Hannah Baker, die sich das Leben nimmt. Anschließend werden Kassetten gefunden, in denen die Schülerin Vorwürfe erhebt – gegen Freunde, Familie und Mitschüler.

    "Die zweite Staffel beginnt nach Hannahs Tod und zeigt den Anfang des langen Wegs unserer Charaktere zu Aufarbeitung und Heilung", teilte Netflix am Dienstag mit, als der erste Trailer der neuen Staffel vorgestellt wurde. Er zeigt die Schüler der Liberty High School, auf die auch Hannah gegangen war, die feststellen müssen, dass Hannahs Geschichte noch nicht vergessen und vorbei ist.

    Immer wieder tauchen seltsame Polaroid-Fotos mit andeutungsvollen Botschaften auf. Aber die Hintergründe zu Hannahs Tod bleiben unklar. "Die zweite Staffel von 'Tote Mädchen lügen nicht' beantwortet die großen Fragen, die nach den ersten 13 Folgen im Raum stehen", versichert Netflix.

    foto: screenshot, youtube

    "Tote Mädchen lügen nicht" (13 Reasons Why) wurde von Brian Yorkey geschrieben und produziert. Für die erste Staffel gab es viel Kritik, weil Hannahs Suizid in der Serie eine so zentrale Rolle einnimmt. Vor allem die Art, wie die Macher die Geschichte inszeniert und erzählt haben, ließ Kritiker Sturm laufen. Sie fürchten, dass eine solch detaillierte Darstellung einer Selbsttötung suizidgefährdete Menschen dazu bringen könnten, Ähnliches zu tun. Auch das heimische Bildungsministerium hatte im Vorjahr eine Empfehlung an Lehrer ausgegeben, die Serie zu thematisieren, sollte man erfahren, dass Jugendliche sie sehen. (APA, 9.5.2018)

    Hilfe in Krisen

    Für Menschen in Krisensituationen und deren Angehörige gibt es eine Reihe von Anlaufstellen. Unter suizid-praevention.gv.at findet man Notrufnummern und Erste Hilfe bei Suizidgedanken.

    Telefonische Hilfe im Krisenfall gibt es auch bei:

    ● Telefonseelsorge 142, täglich, von 0 bis 24 Uhr.

    ● Kriseninterventionszentrum 01/406 95 95 (Montag bis Freitag, 10-17 Uhr); auch persönliche und E-Mail-Beratung: kriseninterventionszentrum.at.

    ● Sozialpsychiatrischer Notdienst / PSD Täglich, 0 bis 24 Uhr, Tel.: 01/31330

    Nachlese

    Blog Serienfreif: Schuldfragen, Mobbing und Teenage Angst: Lasst uns über "13 Reasons Why" reden – Die Serie rund um den Suizid einer Highschoolschülerin sorgt für jede Menge Kontroversen

    Ministerium gibt Lehrern Empfehlungen für "Tote Mädchen Lügen nicht" –Bildungsministerium empfiehlt: "Thematisieren, wenn Jugendliche sie sehen", aber nicht darauf aufmerksam machen – Deutsche Jugendärzte fordern Verbot

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