Indien: "Repressionen werden im Wahljahr noch schlimmer"

    9. Mai 2018, 09:10
    posten

    Video-Reihe: Neun JournalistInnen über Erfahrungen mit Repression und ihre Strategien dagegen

    Perugia/Wien – Wie gehen Journalistinnen und Journalisten mit Repressionen um, welche Strategien empfehlen sie? In Teil 2 der Interviewreihe berichtet der Vishal Manve über die Schwierigkeiten der Journalisten in Indien. Die Kurzinterviews entstanden beim Internationalen Journalismusfestival in Perugia im April 2018.

    Vishal Manve empfiehlt Journalisten, ein gutes Netzwerk zu haben. Er wurde Zeuge, dass seine Herausgeber zurücktreten mussten, weil sie kritisch über die hindu-nationalistische Regierung berichteten.

    Vishal Manve ist Journalist aus Indien. Er arbeitet für die französische Presseagentur. Seit 2015 berichtet er vor allem über Demokratie, Meinungsfreiheit und Internet-Zensur in Südasien. Er schreibt über die besetzte Region Kaschmir für Global Voices Online. Derzeit arbeitet er an der Gründung des "South Asia News Network" (SANN) und hat sich zum Ziel gesetzt, über Minderheiten-, Gender- und Frauen-Belange zu berichten. Beim internationalen Journalismus-Festival in Perugia diskutierte er über den Umgang mit sogenannten "Fixern" und die Repräsentierung des Globalen Südens in den Medien.

    Am internationalen Journalismus-Festival in Perugia 2017 wurde unter anderem diese Entwicklung diskutiert. In der Videoreihe "Resist" berichten neun MedienvertreterInnen aus allen Teilen der Welt über ihre Erfahrungen, wie sie mit Repressionen umgehen, und welche Strategien des Widerstands sie ihren KollegInnen empfehlen können.

    der standard

    (Konstantin Auer, Miriam Hübl, 9.5.2018)

    Konstantin Auer hat einen Bachelor in Politikwissenschaft und einen in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft. Derzeit macht er den Master in Journalismus an der FH Wien der WKW. Erste journalistische Erfahrungen sammelte er bei den Tips, bei M-Media, dem Kurier und dem ORF.

    Miriam Hübl hat Politikwissenschaften in Wien und Kopenhagen, außerdem Social Design an der Universität für angewandte Kunst studiert. Danach Journalismus und Neue Medien an der FH Wien. Journalistisch befasst sie sich mit unterschiedlichen Dimensionen von Politik – im Großen wie im Kleinen, versteckt und offensichtlich, hier und dort.

    Zum Projekt: Vom Internationalen Journalismusfestival in Perugia (11. bis 15. April 2018) berichten Studierende des Studienbereichs für Journalismus und Medienmanagement der FH Wien der WKW. >>> Mehr hier im Schwerpunkt über Perugia

    Share if you care.