Künstler und Sänger Abi Ofarim gestorben

    Video4. Mai 2018, 16:43
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    Wurde in den 1960er-Jahren an der Seite seiner ersten Frau im Gesangsduo Esther & Abi Ofarim zum Star

    München – Der Künstler und Sänger Abi Ofarim ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Laut Medienberichten starb er nach langer Krankheit am Freitag in München.

    Noch kurz vor seinem 80. Geburtstag sagte Abi Ofarim: "Ich möchte fit sein, auch äußerlich. Die Leute erwarten das schließlich. Ich will ja kein Mitleid." Eine Lungenentzündung, Influenza, Koma, Herz-Operation lagen da hinter ihm. Neun Monate hatte der Sänger in Krankenhäusern und Rehakliniken verbracht. Zurück auf die Bühne schaffte er es schließlich nicht mehr.

    Ofarims Karriere begann in seinem Heimatland Israel als Tänzer. Da war er elf Jahre alt. Als Teenager kam er zum Theater, später zur Musik. In den 1960er Jahren wurde er an der Seite seiner ersten Frau im Gesangsduo Esther & Abi Ofarim zum Star ("Cinderella-Rockefella", "Morning of my Life").

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    Esther & Abi Ofarim, "Cinderella Rockefella".
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    Esther & Abi Ofarim, "Morning Of My Life".

    Solokarriere und Schlagzeilen

    Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere trennten sich beide und machten solo weiter. Alkohol- und Drogenexzesse brachten den Sänger, der mit bürgerlichem Namen Abraham Reichstadt hieß, in den Jahren danach immer wieder in die Schlagzeilen.

    1982 veröffentlichte Ofarim das Album "Much too Much" und seine Erinnerungen mit dem Titel "Der Preis der wilden Jahre". Er krempelte sein Leben um und zog sich für 27 Jahre von der Bühne zurück. Er arbeitete als Produzent und kümmerte sich um seine zwei Söhne – darunter Gil, der wie sein jüngerer Bruder Tal als Musiker in die Fußstapfen des Vaters trat. Im vergangenen Jahr gewann Gil Ofarim die zehnte Staffel der RTL-Show "Let's dance".

    Im Jahr 2009 feierte Abi Ofarim, der in seinem Leben insgesamt 59 Goldene Schallplatten bekommen hatte, ein Comeback als Sänger. Ende 2016 stand er noch auf der Bühne. (APA, red, 4.5.2018)

    • 1937–2018: Abi Ofarim.
      foto: apa/dpa/felix hörhager

      1937–2018: Abi Ofarim.

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