Einfamilienhäuser wurden 2017 um 8,4 Prozent teurer

    2. Mai 2018, 12:37
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    Größte Preissprünge in Wien, Tirol und Salzburg, teuerster Bezirk bleibt Kitzbühel – Verkäufe gingen zurück

    Die Einfamilienhauspreise haben von 2016 auf 2017 in Österreich um 8,4 Prozent zugelegt, im Fünfjahresvergleich beträgt der Anstieg sogar 28,7 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Remax hervor.

    Weniger Verkäufe

    Die Zahl der verkauften Einheiten sank im vergangenen Jahr aber um 5,6 Prozent oder 648 auf 10.952 Häuser. Nach der Anzahl an grundbücherlichen Transaktionen wurden damit die Marken der Jahre 2015 und 2016 nicht mehr erreicht. Der Gesamtwert der gehandelten Häuser erreichte 2017 aufgrund des starken Preisanstiegs dennoch mit 2,92 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert.

    Im bundesweiten Durchschnitt kostete ein Einfamilienhaus im vergangenen Jahr 225.819 Euro, 17.590 Euro oder eben 8,4 Prozent mehr als 2016.

    Wald- und Weinviertel versus Wiener Speckgürtel

    Die Preisschere zwischen den billigsten und den teuersten Einfamilienhäusern ist weiterhin in Niederösterreich am größten: Die höchsten Preise gibt es erwartungsgemäß im Wiener Umland, konkret war 2017 der Bezirk Mödling neuerlich Spitzenreiter mit durchschnittlich 435.188 Euro (plus 8,2 Prozent) für ein Einfamilienhaus. In den Bezirken des oberen Wald- und Weinviertels, etwa Waidhofen/Thaya, Gmünd, Zwettl, Horn und Hollabrunn, zahlte man bisweilen lediglich ein Siebentel dieses Preises für ein Haus.

    Diese Häuser sind meistens natürlich von der Ausstattung her nicht mit denen im Wiener Speckgürtel vergleichbar, darauf weist Anton Nenning, Managing Director von Remax Austria, hin. Dass der Preisunterschied aber innerhalb nur eines Jahres vom Fünffachen auf das Siebenfache gestiegen ist, "sollte zu denken geben", so Nenning.

    Kitzbühel weit vorne

    Der Bezirk Mödling lag 2017 bereits auf Rang vier im bundesweiten Städte- und Bezirksranking. Unangefochtener Spitzenreiter war wieder Kitzbühel (1,3 Millionen Euro) vor Innsbruck (752.000 Euro) und der Stadt Salzburg (676.000 Euro).

    Kitzbühel sei eine "eigene Welt", in der allein die Wertsteigerung (!) der Einfamilienhäuser von 2016 auf 2017 bei 257.818 Euro lag, berichtet Remax. Jedes vierte Haus kostete mehr als 2,07 Millionen Euro – ein Betrag, für den man im Südburgenland eine ganze Siedlung mit 24 Einfamilienhäusern erwerben könnte.

    In Wien wurden im vergangenen Jahr 436 Einfamilienhäuser (6,3 Prozent mehr als im Jahr davor) mit einem Verkaufswert von 278 Millionen Euro (plus 18,6 Prozent) verbüchert. Der durchschnittliche Verkaufspreis lag bei 532.831 Euro. (red, 2.5.2018)

    • Im bundesweiten Durchschnitt kostete ein Einfamilienhaus im vergangenen Jahr 225.819 Euro.
      foto: istockphoto.com/getty images

      Im bundesweiten Durchschnitt kostete ein Einfamilienhaus im vergangenen Jahr 225.819 Euro.

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