Journalistenmord auf Malta: Polizist soll Verdächtige gewarnt haben

    1. Mai 2018, 16:32
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    Polizei wies Vorwürfe zurück

    Valletta – Der Familienanwalt der auf Malta ermordeten Journalistin Daphne Caruana Galizia hat schwere Vorwürfe gegen einen Polizisten erhoben. Er soll die drei mutmaßlichen Bombenleger vor ihrer Festnahme im Dezember gewarnt haben, sagte Jason Azzopardi am Montag im Parlament, wo er als Abgeordneter für die Nationalistische Partei sitzt.

    Die Vorwürfe kommen wenige Tage nach indirekter Kritik von Europol an der Zusammenarbeit mit der maltesischen Polizei bei den Ermittlungen zu dem Mord.

    Zwei Brüdern und einem weiteren Mann wird vorgeworfen, das Auto der 53-jährigen Investigativjournalistin im Oktober 2017 mit einer ferngesteuerten Bombe in die Luft gesprengt zu haben. Sie müssen sich dafür vor Gericht verantworten. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück. Es wird bezweifelt, dass sie als führende Köpfe hinter dem Mordanschlag steckten.

    Die Polizei wies die Vorwürfe zurück. Der beschuldigte Polizist sei "in keinster Weise in Informationen zu besagtem Einsatz eingeweiht" gewesen, hieß es in einer Mitteilung. (APA, dpa, 1.5.2018)

    • Ein Demonstrant hält ein Foto von Daphne Caruana Galizia in die Höhe. Am Sonntag demonstrierten in Valletta tausende Menschen gegen Korruption.
      foto: reuters/darrin zammit lupi

      Ein Demonstrant hält ein Foto von Daphne Caruana Galizia in die Höhe. Am Sonntag demonstrierten in Valletta tausende Menschen gegen Korruption.

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