Kronehit-Geschäftsführer Swoboda bleibt Vorsitzender des Privatsenderverbands

    27. April 2018, 10:52
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    Forderungen nach einer Reform des ORF bleiben aufrecht: "Er muss seine kommerziellen Aktivitäten zurückfahren und mehr in Public Value investieren"

    Wien – Der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP) hat am Donnerstag seinen Vorstand gewählt und Kronehit-Geschäftsführer Ernst Swoboda als Vorsitzenden bestätigt. Als Stellvertreter fungieren ProSiebenSat1Puls4-Chef Markus Breitenecker und Christine Scheil von Sky Österreich. Geschäftsführerin des VÖP ist weiter Corinna Drumm.

    Der Verband erneuerte am Freitag via Aussendung seine Forderung nach einer Reform des ORF und nach neuen Spielregeln für Facebook, Google, Youtube & Co.: "Das duale Mediensystem in Österreich muss gestärkt werden. Hierfür braucht es eine pluralistische und wirtschaftlich wie politisch unabhängige private Medienlandschaft einerseits und einen unverwechselbar öffentlich‐rechtlichen ORF andererseits", so Swoboda: "Das bisherige Selbstverständnis des ORF als Konkurrent und Gegner der Privatsender ist überholt. Er muss seine kommerziellen Aktivitäten zurückfahren und mehr in Public Value investieren. Die Aufgabe der österreichischen Medienpolitik ist es nun, den ORF so zu reformieren, so dass er die duale Medienlandschaft nachhaltig unterstützt und absichert."

    "Europaweit verbindliche Regeln für Google, Facebook & Co", möchte ProSiebenSat1Puls4-Chef Markus Breitenecker und VÖP-Geschäftsführerin Corinna Drumm plädiert für neue Fördersysteme, die "neben der bestehenden Basisförderung insbesondere die Themen Digitalisierung und Qualität" forcieren müssten. (red, 27.4.2018)

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