DJV protestiert gegen Haftstrafen für "Cumhuriyet"-Mitarbeiter

    26. April 2018, 06:41
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    Der Journalistenverband spricht von einem "Unrechtsurteil"

    Berlin/Ankara – Der Deutsche Journalistenverband hat die Haftstrafen für Journalisten der türkischen regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet" als "Unrechtsurteile" verurteilt. Ein türkisches Gericht hatte zuvor den Chefredakteur Murat Sabuncu und den Reporter Ahmet Sik wegen Unterstützung von Terrororganisationen zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

    Der Herausgeber Akin Atalay erhielt mehr als acht Jahre. "Das sind Willkürurteile einer Justiz, die nicht der Gerechtigkeit, sondern nur noch den Allmachtsphantasien des türkischen Despoten Erdogan verpflichtet ist", erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall. "Die Kollegen haben nichts anderes gemacht als kritisch und unabhängig zu berichten." Spätestens nun sei klar, dass sich an der Unterdrückung der Pressefreiheit und der Journalisten in der Türkei nichts geändert habe. Die europäischen Demokratien müssten sich vehement für die Freilassung der "Cumhuriyet"-Journalisten einsetzen. (APA, dpa, 26.4.2018)

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