Belgien: Lootboxen in "Fifa", "Overwatch" und "CS:GO" als illegales Glücksspiel eingestuft

    25. April 2018, 16:35
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    Publisher müssen nun handeln – Zuvor hatten Niederlande bereits eine ähnliche Entscheidung getroffen

    Die belgische Glücksspielbehörde hat Lootboxen in "Fifa 18", "Overwatch" und "Counter Strike: Global Offensive" als illegales Glücksspiel deklariert. Die Entwickler müssen diese nun entfernen, ansonsten drohen bis zu fünf Jahre oder eine Geldstrafe von bis zu 800.000 Euro. Die Strafe könnte sich verdoppeln, wenn nachgewiesen wird, dass Minderjährige die Lootboxen nutzen.

    Lootboxen in "Battlefront 2" nicht illegal

    "Kinder kommen oftmals in Kontakt mit solchen Systemen und wir können das einfach nicht dulden", sagt Justizminister Koen Geens. Er hatte im Zuge der Debatte rund um die Lootboxen in "Star Wars: Battlefront 2" die Behörde mit einer Untersuchung beauftragt. Diese kam übrigens zu dem Schluss, dass die Kisten in dem EA-Game nicht Glücksspiel sind.

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    Wir sprechen über Lootboxen.

    Gemeinsam soll Lösung gefunden werden

    Geens will nun das Gespräch mit den Publishern der Games suchen. "Fifa 18" wird von EA produziert, "Overwatch" von Blizzard und "Counter Strike: Global Offensive" von Valve. Gemeinsam sollen Alternativen zu Lootboxen entwickelt werden. "Kinder dürfen einfach nicht mit Glücksspielen konfrontiert werden, wenn sie einfach nur Spaß mit einem Videospiel haben wollen", betont Geens seine Ansicht.

    Niederlande hat es vorgemacht

    Erst kürzlich hatte die Niederlande Lootboxen bei vier Spielen als illegal eingestuft und den Publishern Zeit bis Mitte Juni gegeben, diese zu überarbeiten. Betroffen sind laut dem deutschen Fernsehsender NOS "Fifa 18", "Dota", "PUBG" und "Rocket League". Sollten die Publisher hier nicht nachbearbeiten, könnten die Games in den Niederlanden verboten werden oder Haftstrafen folgen.

    Wie die Lage in Österreich aussieht

    In Österreich liegt laut einem Sprecher des Finanzministeriums "kein begründeter Verdacht zu vorherrschenden Glücksspieleigenschaften solcher Spiele" vor. Zudem müssten diese Spiele, um die Glücksspieldefinition zu erfüllen, Spielern einen vermögenswerten Gewinn (zum Beispiel Geld) in Aussicht stellen. (dk, 25.04.2018)

    • Looboxen in "Fifa 18", "Overwatch" und "Counter Strike: Global Offensive" sind fortan illegal. Die Publisher müssen sich eine Alternative überlegen.
      foto: blizzard

      Looboxen in "Fifa 18", "Overwatch" und "Counter Strike: Global Offensive" sind fortan illegal. Die Publisher müssen sich eine Alternative überlegen.

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