Mehr Tempo beim 5G-Ausbau

Kommentar25. April 2018, 13:55
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Warum die Regierung dafür kein zusätzliches Steuergeld in die Hand nehmen will, ist unverständlich

Ein grenzenloses Netz ohne Flaschenhals – und das in bisher nicht gekannten Geschwindigkeiten. 5G, Mobilfunk der nächsten Generation, hat das Zeug, die Wirtschaft völlig auf den Kopf zu stellen. Derzeit setzt eine ganze Industrie zum Spurt an. Vor allem die Netzbetreiber sehen neue Kunden und sprudelnde Einnahmequellen. In Österreich sollen zehntausende neue Arbeitsplätze entstehen.

Ambitioniert sind diese von der Regierung am Mittwoch vorgestellten Ziele nicht, da es noch immer ländliche Regionen gibt, die von schnellem Internet nur träumen können. Dort wäre 5G ein Segen, denn weder Firmen,noch Menschen siedeln sich in solchen Gegenden gerne an.

Staatlich finanzierte Technologie

Darum wäre dringend mehr Tempo beim 5G-Ausbau angesagt. Warum die Regierung dafür kein frisches Steuergeld in die Hand nehmen will, sondern Mittel einfach umschichtet, ist unverständlich, zeigt doch gerade die Telekombranche, dass sich derartige Investitionen lohnen können. Heute steckt im iPhone, das Apple zum wertvollsten Unternehmen unserer Zeit gemacht hat, kaum eine Technologie, die nicht staatlich finanziert wurde.

Andere Staaten wie Schweden, Südkorea oder China wissen das und sind schon weiter. Sie haben bereits 5G-Testnetze aufgebaut. Das weiß auch die türkis-blaue Koalition, daher hat sie ihre Botschaft geändert. Wollte sie im Dezember des vergangenen Jahres Österreich noch zu den "absoluten Frontrunnern weltweit" machen, reicht es ihr nun aus, wenn der Standort "5G-Vorreiter in Europa" wird. (Markus Sulzbacher, 25.4.2018)

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