Nina Strasser erhält für "Falter"-Artikel den Claus-Gatterer-Preis

    24. April 2018, 12:29
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    Die freie Journalistin schrieb die Langzeitreportage "Ein Jahr mit Günter" über einen Obdachlosen

    Wien – Wie lebt ein Obdachloser in Wien? Nina Strasser, eine freie Journalistin, begleitete ein Jahr lang den Obdachlosen Günter Josef Lechner. In ihrer Langzeitreportage, erschienen kurz vor Weihnachten 2017 in der Wiener Stadtzeitung "Falter", dokumentierte Strasser seine Lebensumstände. Für den Artikel erhält sie den Claus-Gatterer-Preis 2018, der vom Österreichischen Journalistenclub vergeben wird. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

    Einen Monat nach Erscheinen der "Falter"-Geschichte zog der Protagonist in eine dauerhafte Bleibe der Caritas, heißt es in der Presseaussendung. Für die Jury ist Strasser "eine hartnäckige Journalistin und gute Beobachterin, ohne persönliche Grenzen zu überschreiten". Strasser wurde 1973 in Salzburg geboren, seit 1996 ist sie als Journalistin und Pressefotografin tätig. Im vergangenen Jahr wurde sie auch mit dem Dr.-Karl-Renner-Publizistikpreis ausgezeichnet.

    Anerkennung für ORF-Redakteur Pettinger

    Die ehrende Anerkennung geht an den ORF-Fernseh- und -Radioredakteur Jürgen Pettinger für sein Radiofeature "Mit einem Warmen kein Pardon. Der Fall Franz Doms", gesendet am 1. November 2017 in "Hörbilder spezial" auf Ö1. Der Autor dokumentiert in dem Feature die systematische Verfolgung Homosexueller während des NS-Regimes und geht im Rahmen einer psychotherapeutischen Beratung der Frage nach, in welcher Beziehung er und der am 7. Februar 1944 ermordete Homosexuelle Franz Doms stehen.

    Für den Juryvorsitzenden Fred Turnheim zeichnet sich dieses "Hörbild" durch "einen besonders sensiblen und authentischen Zugang und eine sehr mutige Radiodramaturgie aus", wie es in der Aussendung heißt. (red, 24.4.2018)

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