Keiner kann dem anderen im "Tatort" mit Falke und Grosz trauen: Top oder Flop?

    Ansichtssache22. April 2018, 17:24
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    In "Alles was sie sagen" geraten die Kommissare unter Verdacht und müssen sich internen Ermittlungen stellen. Wie hat Ihnen diese Folge gefallen?

    Im neuen "Tatort" mit den Titel "Alles was sie sagen" (Sonntag, 20.15 Uhr, ORF 2, ARD) überprüfen die Kommissare Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Julia Grosz (Franziska Weisz) in Lüneburg die Identität eines Mannes, der verdächtigt wird, Angehöriger einer Miliz gewesen zu sein, die Kriegsverbrechen begangen hat. Im Rahmen der Ermittlungen wird bei einem Zugriff eine Zeugin tödlich verletzt.

    Aus Falkes Waffe wurden zwei Schüsse abgefeuert. Er und Grosz geraten unter Verdacht und müssen sich internen Ermittlungen stellen. Doch es gibt auch andere, die ein Interesse am Tod der jungen Frau gehabt haben. Wurden Falke und Grosz benutzt und sollen sie nun zu Sündenböcken gemacht werden oder ist ihr Einsatz tatsächlich aus dem Ruder gelaufen?

    foto: orf/ard/christine schroeder

    "Es ist ein Verwirrspiel, das zum Glücksfall wird, auch der Ermittler wegen. Der hemdsärmelige Falke legt sich mit jedem an, Grosz hat ihre amourösen Geheimnisse, und keiner kann dem anderen mehr trauen", schreibt Birgit Baumann im TV-Tagebuch des STANDARD. "'Alles, was Sie sagen, kann gegen Sie verwendet werden', erklärt der interne Ermittler, der unerbittlich auf die Ungereimtheiten hinweist. Endlich gibt es wieder einmal einen 'Tatort', der spannend ist und der in Erinnerung bleiben wird."

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    foto: orf/ard/christine schroeder

    Diese Folge ist "ein schneller, smarter süffiger Krimi geworden, in dem einer den anderen aufs Kreuz legt. Einer der beiden Ermittler muss während des Verhörs lügen, vielleicht tun es sogar beide, aber was könnte der Grund dafür sein? Und wie passt der Flüchtlingshintergrund zu diesem offensichtlich von privaten Interessen geleiteten Getrickse?", so Christian Buß im Spiegel, "Regisseur Özgür Yildirim gehört zu jenen jüngeren Filmemachern, die große Themen gekonnt als kleine Genrestücke anlegen, ohne dass seine Arbeiten dabei zynisch wirken."

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    foto: orf/ard/christine schroeder

    "Falkes zehnter Fall zeigt, was Krimi kann. Mit einfachen Geschichten (ja, keine Angst, man kommt immer mit) komplexe Zusammenhänge zu durchleuchten. Auch im Zwielicht von Lüneburg", urteilt Elmar Krekeler in der "Welt". Dieser "Tatort" zeige, "dass Fernsehkrimis können, was andere Formate nicht können". (red, 22.4.2018)

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