Nobert Steger ortet linken "Endkampf" im ORF

17. April 2018, 15:26
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Stiftungsrat sieht sich missverstanden: Nicht Rauswurfdrohungen, sondern Bestreben um mehr Objektivität im ORF – Vorsitz "sicher nur, wenn ich gebeten werde"

Wien – Der freiheitliche ORF-Stiftungsrat Norbert Steger sieht sich mit seinen Aussagen zu den ORF-Korrespondenten – DER STANDARD berichtete – missverstanden. Im "Kurier" erklärte er am Dienstag, ihm sei es um Bewegung in der Diskussion gegangen. Zugleich sah er in der ORF-Information einen "politischen Endkampf für linke Ideen" toben. Zum Stiftungsratsvorsitz meinte er: "Ich mache eine Aufgabe sicher nur, wenn ich gebeten werde."

Er habe keine Hinauswürfe androhen, sondern den Unterschied zwischen Bericht und Meinung hervorheben wollen, sagte Steger im "Kurier" (online). Die Ungarn-Berichterstattung des ORF zeichne aber ein "vollkommen falsches Bild", betonte er zugleich erneut. "Wer das Privileg hat, im ORF zu arbeiten, soll sich besonders bemühen", meinte Steger noch und sah in der Berichterstattung über die Causa auch falsche "Journalistensolidarität". Steger sieht es als seine "Aufgabe, mitzuhelfen, dass der ORF wieder objektiver wird", sagte mit Blick auf die TV-Information. "Manche Linke führen dort einen Endkampf." (APA, 17.4.2018)

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