Mühevoller Auftaktsieg für Thiem in Monte Carlo

    17. April 2018, 13:58
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    Österreichs Nummer eins ringt den Russen Andrej Rublew in drei Sätzen nieder – Nächster Brocken Djokovic

    Monte Carlo – Dominic Thiem ist fünf Wochen nach seiner Knöchelverletzung beim Sandplatz-Klassiker in Monte Carlo mit einem hart erkämpften Sieg ins Turniergeschehen zurückgekehrt. Der 24-jährige Weltranglisten-Siebente setzte sich gegen den Russen Andrej Rublew in der zweiten Runde des ATP-Masters-1000-Bewerbs mit 5:7, 7:5, 7:5 durch und wehrte dabei auch einen Matchball ab.

    Thiem stellte im Head-to-Head mit dem 20-jährigen Weltranglisten-33. auf 2:0, in der ersten Begegnung hatte er 2017 in Wien auf Hartplatz gewonnen. Im Achtelfinale wartet der Sieger Novak Djokovic, der Borna Coric in zwei Sätzen besiegte. Gegen Djokovic liegt Thiem in der Duellstatistik 1:5 zurück. Bei einem Sieg würde er im Viertelfinale wohl auf Rafael Nadal treffen, der es zum Auftakt mit dem Slowenen Aljaz Bedene zu tun bekommt.

    Zehn Zentimeter

    "Es war extrem eng von Anfang an, das Positivste von heute war, dass mein Fuß gehalten hat. Ich habe 2:40 Stunden auf einem extrem hohen Level gespielt, von dem her ist der Knöchel komplett in Ordnung", sagte Thiem. Rublew kennt er vom gemeinsamen Training in der Akademie. "Wir haben dieses Jahr schon sehr viel trainiert, wir kennen uns ganz gut. Ich habe ein sehr enges Match erwartet. So war es auch und ich war zehn Zentimeter vom Ausscheiden entfernt bei dem einem Matchball von ihm. Bei diesem Level entscheiden oft Kleinigkeiten, heute ist es gut für mich ausgegangen."

    Dem Weltranglisten-Siebenten war die fehlende Matchpraxis anzumerken. Bis zum 5:5 im ersten Satz lief alles glatt, im elften Game kam Thiem erstmals unter Druck, der erste Aufschlag kam nicht mehr wie gewünscht. Rublew brachte seinen dritten Breakball durch und servierte nach 43 Minuten aus. Der zweite Durchgang war nur anfangs eine Kopie des ersten. Thiem brachte sein Gegenüber dann arg ins Wanken, konnte seine insgesamt sechs Breakchancen zum 3:1, 4:2 und 5:3 allerdings allesamt nicht nützen – auch, weil der Russe echte Nervenstärke bewies.

    Der siebente Breakball für Thiem war zugleich der Satzball auf das 6:4, abermals scheiterte der im Ranking weit besser platzierte Spieler. Rublew scorte zum 5:5. Thiem konterte erfolgreich zum 6:5. Zwei weitere Breakbälle vermochte er nicht zu verwerten, ehe der insgesamt zehnte und zugleich auch vierte Satzball saß und es mit 7:5 in den Entscheidungsdurchgang ging.

    Selbstvertrauen getankt

    Thiem gab sich bei seinem ersten Break keine Blöße mehr und setzte sich 3:1 in Front, musste nach einem hart umkämpften siebenten Game aber das Rebreak zum 4:3 hinnehmen. Postwendend ließ er zwei Break-Möglichkeiten ungenützt, womit aus einer 4:1-Führung ein 4:4 geworden war. Und der bravourös aufspielende Rublew, dem vom Montag eine Dreisatzpartie gegen den Niederländer Robin Haase in den Beinen steckte, legte mit einem weiteren Break zum 5:4 vor. Thiem wehrte einen Matchball ab, breakte zum 5:5 zurück, legte mit 6:5 vor und erarbeitete sich als Rückschläger Matchbälle. Ein Doppelfehler Rublews beendete die Partie nach 2:40 Stunden.

    "Der erste Satz war zu passiv, trotzdem habe ich ihn eng gestalten können. Der zweite gegen Ende war besser, aber vielleicht habe ich ein paar Breakchancen zu viel ausgelassen. Ich glaube, dass der dritte Satz der beste war, dass wir beide am besten gespielt haben. Er ist sehr gut zurückgekommen, es war wirklich ein Match auf Augenhöhe", sagte Thiem. Er habe sehr viel Selbstvertrauen getankt für die kommende Partie. "Es war ein sehr guter Sieg gegen einen sehr guten Spieler. Djokovic oder Coric ist auch eine sehr offene Partie." Er werde sie sich ansehen. (APA, 17.4.2018)

    • Seine Spielpause war Dominic Thiem anzumerken, aber in den entscheidenden Momenten zeigte er all seine Stärke.
      foto: reuters/eric gaillard

      Seine Spielpause war Dominic Thiem anzumerken, aber in den entscheidenden Momenten zeigte er all seine Stärke.

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