Kurz unterstützt Macrons Reformambition und will mehr Subsidiarität

    17. April 2018, 12:39
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    "Gibt viele Bereiche, wo wir an einem Strang ziehen" – Mehr EU bei Schutz der Außengrenzen sowie bei Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik gefordert

    Straßburg – Nach seiner Rede im Europaparlament in Straßburg erhält der französische Staatspräsident Emmanuel Macron auch Unterstützung für seine Reformambition von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). "Für die notwendige Veränderung in Europa ist Macron ein ganz wichtiger Ansprechpartner. Es gibt viele Bereiche, wo wir an einem Strang ziehen", sagte Kurz laut einer der APA vorliegenden Aussendung.

    "Wenn wir die Themen, wo wir einer Meinung sind, gemeinsam umsetzen können in der Europäischen Union, dann wäre die Europäische Union schon stark zum Positiven verändert", so der Kanzler weiter. Kurz betonte, dass er sich "ein Europa der Subsidiarität" wünsche. "Wir wollen eine EU, die stärker ist in großen Fragen", und "zugleich Nationalstaaten sowie Regionen wieder Bereiche überlässt, die diese selbst besser regeln können."

    Subsidiarität als Ziel

    Mehr Europa brauche es vor allem beim Schutz der EU-Außengrenzen, der Digitalisierung, vor allem einer Besteuerung von Internetgiganten sowie bei der europäischen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik, so Kurz. "Die Stärkung der Subsidiarität und der Bürgernähe wird daher eine wichtige Priorität unseres EU-Ratsvorsitzes sein", betonte er. (APA, 17.4.2018)

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