Gesundheitshotline 1450 soll Patientenströme umleiten

    17. April 2018, 10:33
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    Die telefonische Gesundheitsberatung startete in Vorarlberg vor einem Jahr. Ab Mai wird von sechs auf zehn Berater aufgestockt

    Bregenz – Seit einem Jahr haben Vorarlberger die Möglichkeit, sich bei gesundheitlichen Beschwerden unter der Telefonnummer 1450 beraten zu lassen. "Die Entwicklung des Angebots hat alle Erwartungen erfüllt und dadurch zur Entlastung der Ambulanzen beigetragen", sagte Landesrat Christian Bernhard. Seit der Einführung verzeichnete die telefonische Gesundheitsberatung rund 19.000 Anrufe.

    Die Hotline ist als eine Erstanlaufstelle bei Gesundheitsfragen und akuten Symptomen gedacht. Sie ist rund um die Uhr, sieben Tage die Woche erreichbar. Speziell geschultes diplomiertes Krankenpflegepersonal führt die Anrufer durch ein von Experten entwickeltes Abfragesystem. "Ziel der Gesundheitsberatung 1450 ist es, die Anrufer zum 'Best Point of Service' zu lotsen – zu jener medizinischen Anlaufstelle, die ihnen in diesem Moment am besten helfen kann", erklärte Bernhard.

    Bei den bisher gezählten 18.935 Anrufen (Stichtag 11. April) fand in 11.025 Fällen eine tiefgreifende Gesundheitsberatung anhand des Fragebogens statt. Im Tagesschnitt waren das etwa 30 Beratungen. In den restlichen Fällen ging es meist um einfache Auskünfte, etwa zu diensthabenden Ärzten oder Öffnungszeiten von Apotheken.

    Wo die Patienten landen

    Der Großteil der Anrufer, nämlich zwei Drittel, wurden an Ärzte im niedergelassenen Bereich verwiesen. 14 Prozent bekamen die Empfehlung, ein Krankenhaus aufzusuchen. Für vier Prozent leiteten die Berater eine Notrufkette ein und schickten einen Rettungsdienst zu der angegebenen Adresse. Zehn Prozent erhielten Empfehlungen, sich an Apotheke, Zahnärzte, Hebamme, Vergiftungszentrale, Physiotherapie, etc. zu wenden. In rund sechs Prozent der Fälle konnten Selbstversorgungshinweise gegeben werden.

    Der Obmann der Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK), Manfred Brunner, kündigte für die nahe Zukunft einen weiteren Ausbau der telefonischen Gesundheitsberatung an. Wurde im April 2017 mit sechs Mitarbeitern gestartet, sollen unter 1450 bereits ab Mai 2018 insgesamt zehn Berater erreicht werden können. Sowohl Brunner als auch Bernhard sind zuversichtlich, die für die zweijährige Pilotzeit angepeilten 50.000 Anrufe erreichen zu können. (APA, 17.4.2018)

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