Gericht kündigt Einigung in Streit um Affen-Selfie auf

    16. April 2018, 08:24
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    Die Tierschutzorganisation Peta und der Fotograf David Slater haben sich nach Jahren verglichen, trotzdem soll ein Urteil folgen

    Wem gehört das Selfie eines Affen? Dem Tier, das den Auslöser gedrückt hat – oder dem Fotografen, der seine Kamera dort platziert hat? Über diese Frage wird seit Jahren vor Gericht gestritten. Konkret geht es um ein Foto des Makaken Naruta, das 2011 mit dem Equipment von Fotograf David Slater aufgenommen worden ist. Ein US-Berufungsgericht hat nun eine bereits erzielte Einigung zwischen der Tierschutzorganisation Peta und Slater für ungültig erklärt.

    Urheberrecht

    Peta hatte im Namen von Naruto eine Urheberrechtsverletzung eingeklagt. Slater hatte nach mehr als drei Jahren Prozess eingewilligt, ein Viertel seiner Einnahmen durch das Foto an den Tierschutz zu spenden. Das Gericht sieht das jedoch als "Taktieren" auf der Seite von Peta an, wie Heise berichtet. Es will offenbar mit einem Urteil einen Präzedenzfall schaffen, an dem sich andere Gerichte orientieren können.

    Fall abschließen

    Außerdem will der US Court for Appeals for the Ninth Circuit verhindern, dass später ein neuerlicher Prozess angestrengt wird. So hat Peta zwar das Recht, den Affen zu vertreten; der Makake selbst ist jedoch kein Beteiligter am Verfahren. "Damit wäre die Möglichkeit offengehalten, dass in Narutos Namen später wieder ein Verfahren angestrengt wird", so Heise. (red, 16.4.2018)

    • Der Makake Naruto drückte auf den Auslöser der Kamera und löste damit einen jahrelangen Rechtsstreit aus
      foto: david slater

      Der Makake Naruto drückte auf den Auslöser der Kamera und löste damit einen jahrelangen Rechtsstreit aus

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