Subaru XV: Mit Kopf über jeden Stein gepflastert

19. April 2018, 06:00
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Allrad und Boxer, eine puristische Modellauswahl, kein Handschalter, kein Diesel: Das ist Subaru, im Konkreten der Crossover-SUV XV. Firlefanz ist Subaru fremd. Gut so.

Wien/Kärnten – Subaru hat sich einen angenehm unaufgeregten und puristischen Zugang zu seiner Modellpalette bewahrt. Es gibt eine überschaubare Auswahl verschiedener Modelle und diese wiederum in nur wenigen Varianten. Beispiel XV.

foto: andreas stockinger

Der Name ist so etwas von unsexy, dass es schon wieder cool ist. Ixvau. Oder 15, für die Lateiner. Der Vorgänger hieß auch schon so und sollte ihn von nicht so konventionellen Typen wie dem Impreza abgrenzen. Ixvau also? Das klingt nach karger Technik.

Zwei Motoren, kein Diesel

Abgespeckt wurde auch die Auswahl: Im Modelljahr 2018 gibt es vorläufig zwei verschiedene Motoren, mehr nicht. Es sind zwei Benziner, kein Diesel. Auch ein Statement. Es sind Vierzylinder, einer mit 1,6 Liter Hubraum und 114 PS, der andere mit zwei Liter Hubraum und 156 PS. Beide sind mit CVT-Automatik zu haben. Nur mit CVT-Automatik. Selbstverständlich Boxermotor und permanenter Allradantrieb, das gehört bei Subaru zur DNA. Also braucht man bei der Auswahl nicht allzulange zu tüfteln. Damit das nicht ganz langweilig und zu einheitlich wird, gibt es immerhin drei Ausstattungsvarianten. Kosten: zwischen 23.990 und 30.990 Euro.

foto: andreas stockinger
Der Innenraum des XV Style

Wir bekamen die Topvariante zur Verfügung gestellt, die mit zwei Liter Hubraum, Lederlenkrad, Navigation und unterstützenden Systemen wie Spurwechsel- und Querverkehrassistent.

CVT-Getriebe

Was einmal auffällt: Der Motor klingt angestrengt und fühlt sich beim Anfahren auch so an. Dabei sind die 156 PS durchaus ausreichend, der scheinbare Kraftaufwand beim Losfahren mag auch dem Boxermotor geschuldet sein, der sich im Betrieb ein bisschen anders anfühlt als V- oder Reihenmotoren; wahrscheinlicher liegt das aber am CVT-Getriebe. Was man bei Subaru auch erwähnen muss: Das sind nicht die Benzinsparweltmeister. In der Stadt werden es in der Regel an die zehn Liter sein.

foto: andreas stockinger
Das Heck des Crossover-SUV.

Prinzipiell sitzt der Innenraum gut, die Ausmaße sind kompakt, die Proportionen gut verteilt. Ein weiterer Crossover-SUV, der die Vorteile eines Geländewagens mit denen einer Limousine zu verbinden versucht. Bei Subaru aber in echt, da Allrad und erhöhte Bodenfreiheit tatsächlich den Ausflug ins Gelände möglich machen. Die Balance zwischen zarter Eleganz und robustem Charme gelingt optisch ganz gut.

foto: andreas stockinger
Ein robuster Charme mit einer zarten Andeutung von Eleganz: Subaru XV, daheim auch auf den ungemütlicheren Pflasterstraßen.

Serienmäßig in jeder Ausstattungsvariante ist das Assistenzsystem Eyesight an Bord. Eyesight ist explizit kein System für autonomes Fahren, kommt diesem aber schon ziemlich nahe. Eine Stereokamera in der Windschutzscheibe hilft dabei, Unfälle zu vermeiden. In bestimmten Situationen beschleunigt, bremst oder lenkt das System automatisch. Alle Systeme zusammen – Notbremssystem, Spurleit- und Spurhalteassistent, adaptiver Tempomat und Stop-and-go-Anfahrassistent – tragen dazu bei, dass der Wagen bei entsprechender Anleitung selbstständig fährt, bremst, beschleunigt und lenkt.

Schalten und walten

Das erfordert ein wenig Mitdenken und ein paar kundige Bedienungsgriffe, dann geht's aber ziemlich einfach. Und wem das dennoch zu kompliziert oder zuwider ist, der kann natürlich alles wegschalten und gänzlich selbstständig fahren. (Andreas Stockinger, 19.4.2018)

foto: andreas stockinger

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

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